Bundespolizist Torsten S. muss wieder vor Gericht
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Aus der Stadt Bundespolizist Torsten S. muss wieder vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Bundespolizist Torsten S. muss wieder vor Gericht
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06:10 27.01.2017
Wegen eines Formfehlers wird der Fall von Torsten S. neu aufgerollt. Quelle: Nigel Treblin, Archivfoto
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Dadurch könnte sich die Strafe für den derzeit vom Dienst suspendierten Polizisten verringern.

S. war im Juli zu einer Bewährungsstrafe und Sozialstunden verurteilt worden, weil er kinderpornografisches Material sowie eine Pumpgun und entsprechende Munition besaß. Schlagzeilen machte S. jedoch, weil er während seiner Dienstzeit in der Wache am Hauptbahnhof Flüchtlinge gequält und misshandelt haben soll. Das Ermittlungsverfahren hatte die Staatsanwaltschaft jedoch aus Mangel an Beweisen eingestellt.

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Das Urteil wegen der Kinderpornografie ist rechtskräftig, doch das OLG war mit der Begründung des Amtsgerichts wegen der Waffen nicht zufrieden. Denn das wertete den Besitz der Pumpgun und der Munition als zwei einzelne Tatbestände. Es sei jedoch auch denkbar, beide Waffen als ein Vergehen zu werten - was sich zugunsten des Verurteilten auswirken könnte. „Es ist eine juristische Nuance, doch das könnte dazu führen, dass die Gesamtstrafe geringer ausfällt“, sagte eine OLG-Sprecherin. Das Gesamturteil lautete im Sommer zehn Monate auf Bewährung und 100 Sozialstunden. Dagegen ging Torsten S. in Revision. isc

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