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Aus der Stadt CDU bremst Bäderkonzept
Hannover Aus der Stadt CDU bremst Bäderkonzept
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00:15 12.06.2015
Von Gunnar Menkens
Platz da: Die Verwaltung will freie Bahn für Vereinsschwimmer – die CDU bremst. Quelle: dpa / Symbolfoto
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Hannover

Im Sportaussschuss rumort es kräftig: Schäden in einer Turnhalle einer Flüchtlingsunterkunft in Ahlem, Verzögerungen im Bäderkonzept und ein gescheiterter Rekordversuch beschäftigten am Montag die Politiker. Eine Übersicht:

  • Schäden in der Turnhalle: Die Sporthalle des früheren Schulzentrums Ahlem war eine der ersten, in der die Stadt Flüchtlinge notdürftig unterzubringen. Voraussichtlich zum September sollen die Menschen dort ein richtiges Dach über den Kopf bekommen – dann ist die Halle wieder für Vereine frei. In der Ratspolitik gibt es nun Sorge um den Zustand des Hallenbodens und die Frage, ob vergessen wurde, vor dem Einzug eine Schutzfolie zu verlegen. „Wenn die Flüchtlinge ausgezogen sind, müssen wir sehen, ob der Belag wieder hergestellt werden muss“, sagte Grünen Ratsherr Mark Bindert am Montag am Rande des Sportausschusses.In der Halle stehen Betten und Schränke, getrennt durch Stellwände, um ein wenig Privatsphäre zu ermöglichen.

    Manche Flüchtlinge rauchen dort, es soll Brandmale von ausgetretenen Zigaretten geben. Stadtsportbundchefin Rita Girschikofsky will die Beschädigungen nicht dramatisieren, wundert sich aber doch: „Uns Sportlern wird immer vorgeschrieben, Schuhe mit heller Sohle zu tragen.“ Bindert erklärte, Sozialarbeiter müssten Flüchtlingen erläutern, welches Verhalten nicht gestattet sei. Die Stadt hat nach eigener Darstellung sehr wohl einen Schutzboden verlegt. Wenn der entfernt ist, will sie entscheiden, ob dennoch ein neuer Hallenbelag her muss. Girschikofs­ky verlässt sich auf das Wort von Oberbürgermeister Stefan Schostok. Dieser hatte erklärt, nötige Reparaturen würden „vor Aufnahme des Sportbetriebs vorgenommen“.

  • Verzögerung beim Bäderkonzept: Die Schwimmvereine müssen weiter warten, bis der Rat das neue Bäderkonzept beschließt. Die CDU will noch beraten, wie die Nutzungszeiten der städtischen Bäder künftig aussehen wird. Die Verwaltung will Vereinen und Schulen häufiger freie Bahn in den Becken garantieren – dafür soll künftig wochentags immer ein städtisches Bad bis mindestens 21.30 Uhr für geöffnet sein. SPD, Grüne und FDP sowie Stadtsportbund kritisierten die Verschiebung durch die Union. Die CDU berief sich auf Klärungsbedarf in Stadtteilen.

    Hannover hat beim Thementag Sport den Weltrekord im Bocksprung verpasst, aber einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt.
  • Weltrekord verpasst: Deutlich verfehlt hat Hannover den Weltrekord im Bockspringen – 215 waren da, es hätten 1349 sein müssen. Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert kritisierte das mit dem Hinweis, dass die „Vereine die Zeichen der Zeit nicht erkannt“ hätten. Stadtsportbundchefin Rita Girschikofsky verteidigte die Vereine und stichelte mit Blick auf eine Sportdiskussion im Rahmen des Stadtdialogs 2030: „Die Menschen, die Entscheidungen treffen, waren da. Im Vergleich zu manch anderer Veranstaltung des Dialogs war der Sport gut vertreten.“
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