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Aus der Stadt CDU fordert Konzept gegen Taubenkot
Hannover Aus der Stadt CDU fordert Konzept gegen Taubenkot
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08:03 27.08.2010
Von Andreas Schinkel
Quelle: Handout
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Die CDU-Fraktion fordert die Stadt auf, „endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept“ gegen die Verunreinigung von Straßen und Plätzen mit Taubenkot auszuarbeiten. Ein entsprechender Antrag wurde am Donnerstag der Ratsversammlung vorgelegt, kam aber noch nicht zur Abstimmung. Zunächst soll das Thema in den Fachausschüssen beraten werden.

„Bei uns haben sich viele Anwohner aus der List, aus Vahrenwald, Linden und Döhren über die Taubenplage beschwert“, sagte CDU-Fraktionschef Jens Seidel gegenüber der HAZ. Der Eindruck entstehe, dass sich die Tauben in der Stadt enorm vermehrt hätten. Und dennoch, so monierte Seidel, würden die Vögel aus falsch verstandener Tierliebe regelmäßig von Bürgern gefüttert – etwa auf dem Küchengartenplatz, wie er selbst beobachtet habe. „Die Stadt muss Aufklärungsarbeit leisten und das Fütterungsverbot besser kommunizieren“, forderte er.

In der Tat mehren sich die Klagen über den Taubendreck. Besonders schlimm sei es rund um die U-Bahn-Station Lister Platz, berichten Anwohner. Dort tummelten sich die Vögel in diesem Jahr zu Hunderten. Aber auch aus den Hinterhöfen von Voß- und Jakobistraße melden Anwohner Nistplätze. Für den Lister Platz hat sich die Üstra jetzt etwas einfallen lassen: Mit Stromdrähten unterhalb der Tonnendächer, die den Eingang zur U-Bahn überspannen, versucht das Unternehmen, den gefiederten Stadtbewohnern ihre Landeplätze zu verleiden. Auf den Drähten liege selbstverständlich nur eine geringe Spannung, heißt es bei der Üstra. Gerade genug, um die Tiere zu vertreiben.

Von einer Taubenplage aber kann nach Ansicht der Stadt keine Rede sein. In Hannover lebten nur 500 Vögel der Gattung Columbia livia, der Felsentaube, wie eine Zählung aus dem Jahr 2008 ergeben habe. Auf eine Zunahme der Population gebe es keine Hinweise.

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