Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt CDU kritisiert Pläne für Bredero-Hochhaus
Hannover Aus der Stadt CDU kritisiert Pläne für Bredero-Hochhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:40 21.03.2010
Der geplante Einzug von Verwaltung und VHS in das Bredero-Hochhaus stößt auf Ablehnung. Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Die jetzt bekannt gewordenen Weichenstellungen seien „perspektivlos, planlos und konzeptlos“, sagte der Kulturbeauftrage der CDU im Stadtrat, Friedrich-Wilhelm Busse. Er warb eindringlich dafür, ein Gesamtkonzept für das Areal am Raschplatz zu entwerfen und bezog sich damit auf bisherige Überlegungen, neben dem Pavillon einen Neubau zu errichten, in dem Volkshochschule, Stadtbibliothek sowie Teile des Pavillons unterkommen könnten. Ein solches „Zentrum der Kultur“ könnte zu einem Magneten für die Bürger werden, sagte Busse. Er sei sicher, dass für den Bau Investoren gefunden werden könnten.

Wie die HAZ berichtete, hat die Stadt bisherige Pläne für den Bau eines sogenannten zweiten Rathauses verworfen, für das als Standort unter anderem auch der Raschplatz gehandelt worden war. Stattdessen sollen nun mehrere Fachbereiche der Stadtverwaltung im Bredero-Hochaus untergebracht werden, das dafür in weiten Teilen entkernt und umfassend saniert werden soll. Dass nach den Vorstellungen der Stadt auch die Volkshochschule dort unterkommen soll, ärgert Busse, der im Beirat der VHS sitzt, besonders. Unlängst seien im Beirat noch die Planungen für einen Neubau erörtert worden, und nun müsse man der Presse entnehmen, dass die Stadt sich von diesem Konzept verabschiedet habe, kritisiert der CDU-Politiker. Das sei auch eine „Ohrfeige“ für die Volkshochschule.

Hinweise darauf, dass die Verwaltung nach Alternativen zum Neubau auf dem Raschplatz sucht, gab es nach Angaben Dettes schon seit längerem. „Wir würden zustimmen, wenn sich diese Lösung als wirtschaftlich erweist und die Büros und Räume dort entsprechend hergerichtet werden können“, sagt er. Das bezieht sich unter anderem auf mögliche Schadstoffe in der Bausubstanz. Als vor drei Jahren das niedersächsische Justizministerium die hannoverschen Gerichte im Bredero-Hochhaus zusammenziehen wollte, ist die Immobilie untersucht worden. Dabei hatte man zwar kein Asbest gefunden, wohl aber verdächtige Mineralfasern in der Klimaanlage sowie den Schadstoff PCB in der Außenfassade. Der niederländische Eigentümer des Hochhauses schätzt die Kosten für eine Totalsanierung auf bis zu 20 Millionen Euro. Die müsste er über Kredite finanzieren. Gewönne er einen Großmieter, fielen ihm die Verhandlungen darüber leichter.

Thomas Hermann, Baupolitiker der SPD-Ratsfraktion, äußerte sich insgesamt zurückhaltend. Die Sozialdemokraten wollen in der kommenden Woche mit der Verwaltung über die Sachlage reden und erst dann zu einer Bewertung kommen. „Mit einem Einzug der Volkshochschule in das Bredero-Hochhaus bin ich aber nicht gerade glücklich“, sagt Hermann und verweist auf die derzeitige Beschlusslage des Rates zu diesem Thema. Mit rot-grüner Mehrheit hatte das Gremium die Stadt kürzlich aufgefordert, ein Konzept für einen Neubau auf dem Andreas-Hermes-Platz vorzulegen, in dem auch die VHS unterkommen soll.

Volker Goebel
 und Bernd Haase

Der Verdacht, im Tierheim könnten Tiere gequält worden sein, hat den Tierschutzverein Hannover in eine schwere Krise gestürzt: Der erste Vorsitzende Wolfgang Heine ist von seinem Posten zurückgetreten, die Beisitzerin Dagmar Seidel-Raschke legte ihr Amt ebenfalls nieder.

21.03.2010

Müllsammeln kann jede Menge Spaß machen: Das jedenfalls bewiesen die „Flotten Feger“, eine muntere Gruppe junger Eltern, die sich am Sonnabend an der Aktion „Hannover ist putzmunter“ beteiligte.

Stefanie Kaune 21.03.2010

In der Humboldtschule in Hannover-Linden begann am Sonntag der erste Massenspeicheltest der Stadtgeschichte. 1105 Männern aus Linden-Süd im Alter zwischen 18 und 65 Jahren sind aufgerufen, freiwillig an dem Test teilzunehmen.

Tobias Morchner 21.03.2010