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Aus der Stadt CDU will Weidetor-Blitzer abschaffen
Hannover Aus der Stadt CDU will Weidetor-Blitzer abschaffen
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00:15 31.08.2013
Von Andreas Schinkel
 Trotz der ständigen Tempokontrolle ist die Einfädelung auf den Messeschnellweg am Weidetor ein Unfallschwerpunkt geblieben. Quelle: Petrow
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Hannover

„Wenn der Blitzer nicht die Unfallzahlen senkt, muss man ihn abschaffen. Alles andere wäre reine Abzocke“, sagt CDU-Ratsherr Maximilian Oppelt. Im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld bereite man jetzt einen entsprechenden Antrag vor. Oppelt sieht die Anlage sogar als Teil des Problems. „Die Autofahrer treten abrupt auf die Bremse, wenn sie den Blitzer sehen, und provozieren somit Unfälle“, sagt Oppelt.

Wie die HAZ berichtete, hat die Polizei in diesem Bereich des Messeschnellwegs im vergangenen Jahr 27 Zusammenstöße von Pkw registriert, im Jahr zuvor waren es sogar 31. Vor Inbetriebnahme des Blitzers wurden im Jahr 2010 nur 18 Unfälle gezählt. Dennoch hält die Polizei die Anlage für sinnvoll. Die Raserei an der Stelle habe nachweislich abgenommen, argumentiert die Behörde. Im Schnitt drosselten Autofahrer ihr Tempo um rund acht Kilometer pro Stunde, heißt es. Ein Abbau des Blitzers werde voraussichtlich dazu führen, dass dort wieder mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werde.

Die Verkehrsunfallkommission, in der Polizei und Stadt vertreten sind, hat dem Land Niedersachsen inzwischen empfohlen, die Auffahrt vom Weidetorkreisel auf den Schnellweg in Richtung Pferdeturm zu verlängern, um so die Zahl der Unfälle an der Stelle zu reduzieren. Das Land als sogenannter Baulastträger für die Bundesstraße muss jetzt entscheiden, ob sie Geld in die Auffahrt investiert. Da die Mühlen in der Verkehrsbehörde erfahrungsgemäß langsam mahlen, rechnet die Kommission mit einem Ausbau erst in den kommenden Jahren.

Bis dahin, diese Ansicht vertritt die SPD im Rat, sollte der Blitzer da bleiben, wo er steht. „Die Leute fahren vorsichtiger, und somit ist die Verkehrssituation entspannter“, sagt SPD-Ratsherr Jürgen Mineur. Sollten irgendwann die Bagger anrücken, um die Zufahrt zu verlängern, müssten vermutlich mehrere Bäume gefällt werden. „Aber das ist hinzunehmen, denn die Verkehrssicherheit geht eindeutig vor“, sagt Mineur in Richtung des grünen Koalitionspartners im Rat.

Die Grünen raten zur Zurückhaltung. „Wir sollten abwarten und genauer hinschauen, ob nicht die Zahl schwerer Unfälle abgenommen hat“, sagt Grünen-Ratsherr Patrick Drenske. Womöglich seien dank der Blitzanlage und der niedrigeren Geschwindigkeiten an dieser Stelle die Unfälle glimpflicher verlaufen als früher. „Vor Schnellschüssen erst einmal nachdenken“, rät Drenske. Das gelte nicht nur für eine mögliche Demontage des Blitzers, sondern auch für Bauarbeiten an der Auffahrt.

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