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Aus der Stadt Stadtmobil holt Elektroautos nach Hannover
Hannover Aus der Stadt Stadtmobil holt Elektroautos nach Hannover
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08:39 23.12.2013
Von Bernd Haase
Die Nissan Leaf sind schon mit den passenden Logos und Schriftzügen versehen. Quelle: Stadtmobil
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Hannover

Kooperationspartner ist das Wohnungsunternehmen Gundlach. „Wir erwarten von dem Projekt Werbe- und Multiplikatoreneffekte“, sagt Judith Siano, Sprecherin von Stadtmobil. Finanziell unterstützt wird das Angebot vom sogenannten „Schaufenster Elektromobilität“, mit dem das Bundesumweltministerium Initiativen in diesem Bereich fördert.

Stadtmobil wird im nächsten Jahr zunächst 21 Elektroautos in seiner insgesamt fast 200 Fahrzeuge umfassenden Flotte haben, neun weitere sollen bis zum Sommer hinzukommen. Der größere Teil davon wird ausschließlich von Unternehmen und Behörden wie der Region und der Stadt Hannover genutzt. Privatkunden können bisher in Hannover keine Elektroautos buchen – auch deshalb nicht, weil die Volkswagen-Tochter Quicar als Mitbewerber diese Fahrzeuge noch nicht anbietet.

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Dank der Zusammenarbeit mit Gundlach wird sich das bei Stadtmobil ändern. Das Wohnungsunternehmen nutzt insgesamt zwölf Nissan Leafs. Zehn davon wird es auf Stellplätzen an seinen Mietwohnanlagen in Ahlem, Döhren, am Kronsberg, in der Oststadt, im Roderbruch, in Vahrenwald und Wettbergen sowie in Laatzen und Langenhagen bereitstellen. „Die Autos sind bei uns für alle rund 5000 Mitglieder buchbar, allerdings muss man sich den Zugang vorher freischalten lassen“, sagt Siano. Die Freischaltung hat den Zweck, Interessenten auf die Spezialitäten der Elektrofahrzeuge vertraut zu machen – etwa den Ladevorgang an der Stromtankstelle und die Reichweite.

Die Zusammenarbeit mit Gundlach enthebt Stadtmobil von der Problematik, eigene Stellplätze für die Autos suchen zu müssen. „Parkplätze im Stadtgebiet sind ohnehin knapp. Viele sind auch gar nicht geeignet, um eine Ladestation aufzubauen“, sagt Siano. Muss zum Beispiel extra ein Stromanschluss gelegt werden, kann das schnell mal 5000 Euro kosten.

E-Mobilität genießt hohe Wertschätzung bei Verwaltung und Politik in Stadt und Region, weil sie einen wichtigen Baustein für die Klimaschutzprogramme darstellt. Bisher sind die Deutschen aber sehr zurückhaltend, die Zahl der im Bundesgebiet zugelassenen Stromer liegt noch unter Zehntausend. Stadtmobil bietet den Nissan Leaf mit seinen 109 PS und einer Reichweite von 150 Kilometern für Kosten von 2,10 Euro pro Stunde (wahlweise 21 Euro pro Tag oder 105 Euro pro Woche) plus zehn Cent pro gefahrenem Kilometer an. Das gesamte, zunächst bis Ende 2015 laufende E-Auto-Projekt, wird von der technischen Universität Dresden wissenschaftlich und von der Beratungsgesellschaft EY wirtschaftlich begleitet.

25.12.2013
Mathias Klein 25.12.2013
Juliane Kaune 25.12.2013
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