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Aus der Stadt Castor könnte durch Hannover rollen
Hannover Aus der Stadt Castor könnte durch Hannover rollen
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21:06 23.11.2011
Auch in Hannover stößt der Castor-Transport auf Protest. Quelle: Peters
Hannover

Seit Mittwoch ist nun erneut ein Castor-Transport von Frankreich aus in Richtung Wendland unterwegs, und die Aktivisten sind darauf eingestellt, dass der Zug schon am Freitag Hannover passieren könnte. Zwar wird die Streckenführung aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben, und sie kann auch in letzter Minute noch geändert werden, aber in den vergangenen Jahren führten acht der insgesamt zwölf Transporte durch Hannover. Sollte das auch in diesem Jahr der Fall sein, kämen verschiedene Strecken in Betracht: Der Castor könnte Hannover von Springe kommend über die Deisterstrecke erreichen, anschließend würde der Zug vermutlich in Richtung Seelze weiterfahren. Alternativ könnte der Castor-Transport durch Laatzen führen. In dem Fall würden die Behälter anschließend über die Güterumgehungsbahn durch Waldheim und Kirchrode und weiter in Richtung Lehrte rollen.

Sobald der Castor die deutsche Grenze erreicht hat, wollen die Aktivisten von Greenpeace Hannover auf dem Ernst-August-Platz zu einer Mahnwache zusammenkommen. „Wir wollen die Leute über die Gefahr aufklären. Dieser Castor-Transport darf nicht nach Gorleben rollen“, sagte David Petersen von Greenpeace Hannover.

Mitglieder der hannoverschen Bürgerinitiative Umweltschutz (BIU) haben in den vergangenen Tagen an 15 Stellen im Stadtgebiet Anti-Castor-Transparente befestigt, unter anderem im Bereich Bahnhof Fischerhof in Linden. „Es soll deutlich werden, dass der Castor durch diese Stadt rollen könnte“, sagte BIU-Geschäftsführer Ralf Strobach. Genau wie die Umweltaktivisten von Greenpeace bewertet er die Menge an Radioaktivität, die der Transport an Bord hat, als kritisch. Der Wert soll nach Greenpeace-Angaben 44-mal höher liegen, als die Radioaktivität, die nach der Tsunamikatastrophe im japanischen Fukushima freigesetzt wurde.

Vivien-Marie Drews

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