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Aus der Stadt Flughafen Hannover sollte Anti-Uefa-Demos verhindern
Hannover Aus der Stadt Flughafen Hannover sollte Anti-Uefa-Demos verhindern
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00:18 21.09.2017
Von Mathias Klein
Quelle: Jochen Lübke
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Hannover

Außer Leipzig gebe es in Deutschland sonst keinen Flughafen, der in der Lage sei, eine erhebliche Menge zusätzlichen Verkehrs zu verkraften, sagt Flughafenchef Raoul Hille. Er vermutet, dass die Kritik am Flughafen eher darin fußt, dass man sich nicht auf Sondervereinbarungen eingelassen habe, die die Uefa fordert. Juristen hätten in diesem Zusammenhang den Begriff Erpressung genutzt, sagt Hille.

„Hätten EM locker bewältigt“

„In Hannover können wir aus dem Stand rund um die Uhr jeden Tag doppelt so viele Flugzeuge abfertigen wie bisher“, sagt Hille. Möglich sei das mit der vorhandenen Infrastruktur. Das könne man allein schon daran sehen, dass die Maschinen nach Hannover ausweichen, wenn es in Hamburg oder Berlin klemmt. „Aber von Hannover aus muss nie ein Flugzeug ausweichen“, sagt Hille. Er sei überzeugt, dass der Airport die EM „ganz locker“ bewältigt hätte.

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Der DFB hatte zum Flughafen geschrieben: „Der Hannoveraner Flughafen liegt relativ zentrumsnah, verfügt jedoch im Verhältnis zu anderen deutschen Großflughäfen über eine geringe Leistungsfähigkeit.“

Flughafen sollte Anti-Uefa-Demos verhindern

Hille vermutet, dass die Abwertung des Flughafens Hannover-Langenhagen mit Anforderungen des Europäischen Fußballverbandes (Uefa) zur Haftung zusammenhängt. Die Uefa habe dem Flughafen Vorgaben abverlangen wollen, die dieser nicht habe erfüllen können. So sollte der Flughafen garantieren, dass auf den Straßen um den Airport während des Turniers keine Demonstrationen gegen die Uefa oder gegen die EM stattfinden. „Das können wir aber nicht garantieren“, betonte der Flughafenchef.

Platz zwölf hat nicht gereicht

Wie berichtet, war Hannover am vergangenen Freitag mit seiner Bewerbung als Spielort für die EM 2024 gescheitert. Der DFB will mit zehn Städten ins Rennen um die Austragung gehen, Hannover landete auf Platz zwölf. Der Deutsche Fußballbund hatte das nicht nur mit Mängeln beim Flughafen begründet, sondern auch mit einer zu geringen Zahl an VIP-Plätzen im Stadion und zu wenig Fünf-Sterne-Hotels in der Stadt.

Hille bedauert die Niederlage der Stadt. Hannover hätte die Veranstaltung als Stadt gut bewältigt, sagt er. Das sei bei anderen Großereignissen deutlich geworden.

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