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Aus der Stadt Das geschah bisher im Fall Jenisa
Hannover Aus der Stadt Das geschah bisher im Fall Jenisa
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19:28 16.09.2014
Bis heute ist unklar, was nach dem 7.September mit dem Mädchen geschehen ist. Quelle: Archiv
Hannover

Bis heute ist unklar, was nach dem 7.September mit dem Mädchen geschehen ist. Die Ermittler vermuteten damals, die Schülerin sei in der Wohnung nicht auf ihre Tante, sondern auf Ibrahim B. gestoßen. Drei Tage später entdeckten Fahnder Kleidungsstücke des Kindes an einer Autobahnauffahrt in Wunstorf. Ibrahim B. wurde von der Kripo vernommen und verstrickte sich dabei immer wieder in Widersprüche. So konnte er beispielsweise kein handfestes Alibi für den Zeitpunkt von Jenisas Verschwinden vorweisen. Auch konnte er nicht schlüssig erklären, warum er seinen VW Golf, in dem die Achtjährige am Nachmittag des 7. September gesehen worden war, wenig später verkauft hatte.

Vor knapp sieben Jahren verschwand die achtjährige Jenisa aus Hannover. Jetzt stehen die Ermittler möglicherweise vor der Aufklärung des Falls. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

Sechs Wochen lang saß Ibrahim B. in Untersuchungshaft. Doch die Beweise reichten letztlich nicht aus, um B. vor Gericht zu stellen. Er zog mit Jenisas Tante und den gemeinsamen Kindern nach Nordrhein-Westfalen. Die Familie wohnte zunächst in Hiddenhausen und dann in Herford.

Dort verschwand am 14. März dieses Jahres der fünf Jahre alte Dano, dessen Familie wie die von Jenisa aus dem Kosovo stammt. Der Junge hatte, so rekonstruierten es die Ermittler der Polizei später, am Tag seines Verschwindens bei Jenisas Tante geklingelt, weil er mit einem der Kinder spielen wollte. Doch der Spielkamerad war nicht zu Hause. Stattdessen traf Dano auf Ibrahim B. Zwischen dem Mann und dem Jungen entwickelte sich ein Streit, in dessen Verlauf der 43-Jährige Dano geschlagen haben soll. Als der Junge damit drohte, seinen Eltern von dem Vorfall zu erzählen, holte B. den Jungen in seine Wohnung, ließ ihn zunächst ein wenig fernsehen und erwürgte ihn später. Drei Wochen lang suchte die Polizei nach Danos Leiche. Der tote Junge wurde schließlich in einem Gebüsch am Ufer der Werre entdeckt.

Ibrahim B. wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen und gestand die Tat. Im Juli dieses Jahres tauchte dann ein weiteres Geständnis auf, das B. gegenüber Mithäftlingen in der JVA Bielefeld gemacht haben soll. In dem siebenseitigen Schreiben gibt der Deutschtürke zu, die Achtjährige entführt und getötet zu haben. Anbei lag eine Karte, die einen Ausschnitt von einem Waldstück bei Wunstorf zeigte. Darauf war eine Stelle markiert, an der B. die Leiche von Jenisa verscharrt haben soll.

Die Polizei durchkämmte das Waldstück mit Spürhunden und Baggern und fand einige Tage später Knochen am Rande eines Feldes. Die Rechtsmedizin teilte nun am Dienstag mit, dass es sich bei dem Knochenfund um die sterblichen Überreste der Achtjährigen handelt.

tm/isc

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