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Aus der Stadt Computerpanne stoppt Zugverkehr
Hannover Aus der Stadt Computerpanne stoppt Zugverkehr
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21:18 17.12.2009
Von Bernd Haase
Chaos bei der Bahn: In den Bahnhof Hannover konnten in der Nacht zu Donnerstag und am Morgen keine Züge einfahren. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Quelle: Michael Thomas

„Das ist zumindest in Norddeutschland vorher noch nie passiert. Wir kennen auch die genaue Ursache noch nicht“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Als Folge kam es im frühmorgendlichen Stoßverkehr zu einem Chaos. Insgesamt 80 Züge konnten den Hauptbahnhof entweder nicht verlassen oder nicht einfahren.

Das Stellwerk, dessen Rechner in der Leitzentrale der Bahn an der Linde-mannallee stehen, ging um 0.30 Uhr vom Netz. Als Folge sprangen sämtliche Signale im Bereich Hauptbahnhof, einem der größten Eisenbahnknotenpunkte Deutschlands, auf Rot. Die Techniker brauchten sieben Stunden, um den Fehler zu beheben.

Die Bahn musste zunächst drei frühe ICE-Züge streichen, weil diese in Hannover festsaßen. Die folgenden Fernzüge wurden umgeleitet und hielten in Laatzen. Regionalzüge musste die Bahn teilweise weit vor Hannover anhalten lassen – die aus Bremen etwa in Wunstorf.

Betroffen war auch die S-Bahn, die in Hannover täglich bis zu 70.000 Fahrgäste transportiert. So entfiel die Verbindung zwischen Celle und Hannover ganz. Auf anderen Strecken fielen einzelne Züge aus oder hatten Verspätungen bis zu einer Stunde. Außerdem konnten auch die roten Renner den Hauptbahnhof nicht anfahren. So endete die Fahrt aus Minden bereits in Seelze, die aus Nienburg in Wunstorf. Die S-Bahnen aus Richtung Hildesheim kamen nur bis Laatzen beziehungsweise Lehrte, die aus Bennemühlen bis Vinnhorst. Die Flughafenbahn fuhr über die Station Nordstadt.

„Wir haben die Endhaltestellen so ausgewählt, dass die Fahrgäste mit Stadtbahnen und Linienbussen weiterfahren konnten“, sagt Meyer-Lovis. Zusätzliche Pendelbusse konnte die Bahn mangels Anbietern so gut wie keine beschaffen. Üstra und RegioBus, die sonst Fahrzeuge schicken, benötigen diese im Frühverkehr selbst. Immerhin: Einen zusätzlichen Fahrschein brauchten die Gestrandeten nicht zu lösen.

Gegen 7.30 Uhr hatten die Techniker den Softwarefehler behoben. Von 11.30 Uhr an war der Fahrplan bis auf Kleinigkeiten wieder im Lot.

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