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Aus der Stadt Conti baut neue Hauptfeuerwache für Hannover
Hannover Aus der Stadt Conti baut neue Hauptfeuerwache für Hannover
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21:14 19.05.2011
Das Gerücht, die neue Zentrale werde im nahe gelegenen Hauptgüterbahnhof am Weidendamm untergebracht, dementierten sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Stadtverwaltung.
Das Gerücht, die neue Zentrale werde im nahe gelegenen Hauptgüterbahnhof am Weidendamm untergebracht, dementierten sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Stadtverwaltung. Quelle: dpa
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Die Continental AG will den Bau einer neuen Hauptfeuerwache für die Stadt Hannover finanzieren. Die neue Zentrale der Berufsfeuerwehr soll voraussichtlich im Jahr 2014 fertig sein, die derzeitige Hauptfeuerwache am Goethekreisel wird schrittweise aufgegeben. Wie der Reifenhersteller am Donnerstag mitteilte, soll die neue Wache in der Nähe des Conti-Werks in Vahrenwald errichtet werden. Das Gerücht, die neue Zentrale werde im nahe gelegenen Hauptgüterbahnhof am Weidendamm untergebracht, dementierten sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Stadtverwaltung. „Der Güterbahnhof steht als Standort nicht zur Diskussion“, betonte Stadtsprecher Andreas Möser.

Anlass für die Investition der Conti ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen, der Stadt und der Feuerwehr. Derzeit laufen Gespräche über einen Kooperationsvertrag. Sollten diese Verhandlungen einen positiven Abschluss finden, werden ab dem 1. Oktober dieses Jahres zunächst die Aufgaben der Werkfeuerwehr des Reifenherstellers an den Standorten Stöcken und Vinnhorst von den Kollegen der Berufsfeuerwehr übernommen. Dann sollen elf Mitarbeiter der Continental zur Berufsfeuerwehr der Stadt wechseln. „An beiden Continental-Standorten werden künftig trotzdem zwei Mitarbeiter rund um die Uhr für den Brandschutz sorgen“, sagte Unternehmenssprecherin Antje Lewe.

In einem zweiten Schritt sollen weitere zehn Conti-Mitarbeiter in die Berufsfeuerwehr eingegliedert werden, wenn bis dahin die neue Feuerwache steht. Continental begründete diese Pläne mit den veränderten Anforderungen an die Werkfeuerwehr. „Das Brandrisiko ist in den Produktionsstätten deutlich gesunken“, sagte Lewe. Daher verlege sich die Conti künftig nur noch auf den sogenannten vorbeugenden Brandschutz.

Die Berufsfeuerwehr wollte sich zu den Einzelheiten der Kooperationsverhandlungen nicht äußern, bestätigte aber die laufenden Gespräche. „Wir sind derzeit in Verhandlungen“, sagte Feuerwehrsprecher Michael Hinz. Fest steht allerdings, dass der Bau einer neuen Wache in Vahrenwald langfristig das Aus für die bisherige Hauptwache in der Calenberger Neustadt bedeutet. Denn die Unterhaltung zweier Gebäude in Citynähe ist weder sinnvoll noch finanzierbar. Dazu kommt, dass die derzeitige Hauptfeuerwache schon jetzt an die Grenzen ihrer Kapazität stößt. In den Gebäuden sind unter anderem zwei Werkstätten für die Fahrzeuge und die Leitstelle der Einsatzkräfte untergebracht.

Damit bleibt die Zukunft des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs in unmittelbarer Nähe des Conti-Werks Vahrenwald ungewiss. Zwar bekundet der Basketballverein UBC Tigers noch immer sein Interesse, in der riesigen Halle eine Heimspielstätte einzurichten, doch dem Vernehmen nach steht die Finanzierung des Vorhabens auf wackligen Füßen. Hinzu kommt, dass die Sportler für die neue Saison noch keine Lizenz haben.

Von Tobias Morchner und Andreas Schinkel