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Aus der Stadt „Creme 21 Youngtimer Rallye“ macht Halt in Hannover
Hannover Aus der Stadt „Creme 21 Youngtimer Rallye“ macht Halt in Hannover
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21:19 19.09.2010
Von Bernd Haase
Lieben mittelalte Autos: Die Fahrer der „Creme 21 Youngtimer Rallye“. Quelle: Kris Finn

VW Jetta, Opel Rekord, Ford Capri – man sieht diese Autos noch auf den Straßen, aber es werden weniger. Am Sonntag bei VW Nutzfahrzeuge in Stöcken war das anders, da rollten gleich 130 Vertreter dieser Fahrzeuggeneration an. Das Werksgelände war eine Station der neunten „Creme 21 Youngtimer Rallye“, die derzeit durch Nord- und Mitteldeutschland führt.

„Youngtimer sind Autos, die von Oldtimerfahrern belächelt werden, aber die es sich lohnt aufzuheben“, sagt Alexander Mrozek aus Oldenburg. Der Mitorganisator der Rallye, die sich nicht um Geschwindigkeit dreht und deshalb eher Ausfahrt heißen sollte, ist 35 Jahre alt. Damit zählt er zu einer Generation, die, wie er sagt, „auf den Rückbänken dieser Autos groß geworden ist, wenn es mit Vater am Steuer zum Sonntagsausflug ging“. Das damit einhergehende Lebensgefühl möchte er sich ein wenig bewahren.

Belächelt worden ist Mrozek vor einigen Jahren, als er sich mit seinem grauen BMW 34E zu einem echten Oldtimertreffen angemeldet hatte. „Die anderen haben uns behandelt, als würden wir nicht dazugehören“, erinnert er sich. Also schmiedete er zusammen mit drei Freunden den Plan, einmal im Jahr eine Ausfahrt für Freunde von alten, aber eben nicht ganz so alten Autos zu veranstalten. Zugelassen sind Fahrzeuge aus den siebziger und achtziger Jahren, der Name der Ausfahrt erinnert an eine zu dieser Zeit beliebte Hautcreme. Die Idee zog Kreise, mittlerweile fährt die „Creme 21 Youngtimer Rallye“ als stattlicher Korso durch die Lande. Teilnehmer kommen auch aus den Niederlanden und der Schweiz.

Die ersten am Werktor in Stöcken waren am Sonnabend Lothar und Martin Hofmann aus Nidderau mit ihrem Opel Kadett D mit Berlina-Ausstattung (Velours-Sitzbezüge, Vier-Speichen-Lenkrad). „Den haben wir vor der Schrottpresse gerettet“, sagt Lothar Hofmann.

VWN hatte mit einem Teil seines rollenden Bulli-Museums an der Fahrt teilgenommen. „Wir halten unser automobiles Erbe hoch“, erklärte Harald Schomburg, Mitglied des Markenvorstandes in Stöcken. Das Werk öffnete sein Kundencenter für ein Beisammensein der Fahrer, deren Tour gestern bei Celle endete. Dort gab es für die Besten eine Trophäe: Einen orangefarbenen Staubsauger im Stil der Achtziger.

Am Sonnabend ist der neu gestaltete Raschplatz in Hannover eröffnet worden. Zwölf Jahre und 100 Millionen Euro hat es insgesamt gebraucht, um aus der alten Passarelle eine moderne Promenade zu machen.

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