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Aus der Stadt DDH plant Geburtsklinik auf der Bult
Hannover Aus der Stadt DDH plant Geburtsklinik auf der Bult
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20:01 23.12.2014
Von Mathias Klein
Die Diakonischen Dienste Hannover kümmern sich auch um Findelkinder. Quelle: Peter Steffen (Archiv)
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Hannover

Damit gehen die Planungen zu einer Neuordnung der Geburtshilfe in Hannover nach der Schließung der Abteilung im Nordstadtkrankenhaus einen entscheidenden Schritt voran. Außerdem will das Friederikenstift seinen Standort in der Marienstraße, in dem früher die Unfallklinik untergebracht war, aufgeben.

Nach HAZ-Informationen gibt es bei den Diakoniekliniken ernsthafte Überlegungen, die Geburtshilfe sowie das Perinatalzentrum an der Bult zu konzentrieren, aber weiterhin selbst zu betreiben. Ein Standort direkt am Kinderkrankenhaus böte sich an, da die Klinik schon jetzt die Frühgeborenenversorgung der beiden DDH-Geburtsstationen in der Henriettenstiftung und im Friederikenstift übernimmt. DDH-Unternehmenssprecher Achim Balkhoff wollte sich nicht konkret zu den Überlegungen äußern. Er sagte, dass es Gespräche gebe, wie die DDH auf die neue Lage bei der Geburtshilfe in Hannover reagieren soll. Ähnlich äußerte sich auch der Sprecher des Kinderkrankenhauses, Björn-Oliver Bönsch.

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Die Geburtskliniken in Hannover müssen derzeit ihre Kapazitäten ausweiten, weil das Regionsklinikum die Geburtshilfe im Nordstadtkrankenhaus schließt. Dort ist gerade das 1000. Kind in diesem Jahr zur Welt gekommen. 2013 sind in den beiden Frauenkliniken der DDH insgesamt rund 3800 Kinder zur Welt gekommen: Damit liegen Friederikenstift und Henriettenstiftung bundesweit bei den Geburten auf dem zweiten Platz. Das Regionsklinikum mit den Geburtsstationen Nordstadt, Neustadt, Gehrden und Großburgwedel verzeichnete im Vorjahr etwa 1568 Geburten. In der MHH gab es 2013 etwa 2070 Geburten. Im Vinzenzkrankenhaus kamen knapp 1000 Kinder zur Welt.

Bönsch dementierte zugleich Gerüchte, das Kinderkrankenhaus wolle eine eigene, große Geburtsklinik betreiben. „Wir werden keine eigene Geburtshilfe anbieten“, betonte der Sprecher des Kinderkrankenhauses. Schon jetzt arbeiten die beiden Diakoniekrankenhäuser und das Kinderkrankenhaus bei der Versorgung von Frühgeborenen im Perinatalzentrum Hannover eng zusammen. Es sei sicher sinnvoll, die Geburten in einer Art Mutter-Kind-Zentrum unter einem Dach zu konzentrieren, sagt der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Georg Cravillon. Allerdings müsse dann geklärt werden, wie die derzeitigen Räume der Geburtshilfe der Henriettenstiftung in Kirchrode genutzt werden.     

Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass sich die Diakonischen Dienste von dem Gebäude der früheren Unfallklinik des Friederikenstifts in der Marienstraße direkt neben der Gartenkirche trennen wollen. Das Gebäude, in dem die Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie untergebracht ist, gilt als sanierungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäß. Die DDH prüften Möglichkeiten zur Standortkonsolidierung, sagte der Geschäftsführer von Friederikenstift und Henriettenstiftung, Mathias Winkelhake. „Dabei wird die Option in Betracht gezogen, die Medizinischen Versorgungsbereiche des Friederikenstiftes an der Marienstraße am Standort in der Humboldtstraße zu zentralisieren“, erläutert er. Die bauliche Umsetzung setze jedoch eine entsprechende Förderzusage des Landes Niedersachsen voraus.

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