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Aus der Stadt DLRG baut sich ein neues Domizil
Hannover Aus der Stadt DLRG baut sich ein neues Domizil
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20:53 01.01.2010
Von Conrad von Meding
Tapete Marsch: Vereinsmitglieder wie Ulrich Scheuermann legen Hand an. Quelle: Striewe

Seit 2003 sind die hannoverschen Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) heimatlos. Damals erhielt der rund 1100 Mitglieder starke Verein, dessen Rettungsschwimmer die Badeaufsicht am Maschsee und am Altwarmbüchener See ausüben und bei Wasserrettungseinsätzen Hilfe leisten, die Kündigung für die Räume im Strandbad Maschsee: Die Übergabe an den Investor Aspria stand an, der Verein musste nach gut 30 Jahren den angestammten Platz räumen. Nach der Unterkunft in einem Behelfsdomizil und gescheiterten Neubauplänen südlich des Maschsees ist jetzt eine endgültige Bleibe gefunden. Seit Monaten bauen die Mitglieder, vielfach in Eigenarbeit, eine ehemalige Leuchtreklamefabrik um. Ende Januar soll alles fertig sein – dann wird umgezogen.

Der Standort ist eigentlich gar nicht so weit vom Südufer des Maschsees entfernt, liegt aber in einem Gewerbegebiet. In der Wagenfeldstraße in Döhren, im Areal hinter dem Gebäude der Fastfoodkette McDonalds, hat der Vorsitzende Torsten Heuer Räume für einen endgültigen Verbleib des Vereins gefunden. Seit dem Auszug aus dem Strandbad war die DLRG provisorisch im Hauptgebäude der aufgegebenen Fabrik Tanneberger untergekommen. Jetzt renovieren die Mitglieder das Pförtnerhaus mit einer Nutzfläche von etwa 400 Quadratmetern. In den nächsten Monaten soll rückwärtig noch eine neue Halle entstehen, in denen die Fahrzeuge und Boote der Wasserretter untergebracht werden.

Pläne für einen Neubau am Pänner-Schuster-Weg hatten sich wegen der stark gestiegenen Kosten als unrealistisch erwiesen. Dort hatte die Stadt dem Verein ein Grundstück zugesagt – als Gegenleistung dafür, dass die DLRG im Strandbad den Weg für die Millioneninvestition und den Umbau zum Sportklub frei gemacht hatte. Trotz wiederholter Ausschreibung hätte der Neubau aber 450.000 Euro gekostet, sagt Vorstand Heuer: „Diese Summe können wir nicht aufbringen. Stattdessen sparen wir jetzt den Anteil für den Rohbau.“

Rund 200.000 Euro kostet der Umbau des ehemaligen Pförtnerhauses der Tannenberger-Fabrik, etwa 30 000 Euro davon kann in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern erbracht werden. Vor Weihnachten war bei den ehrenamtlichen Helfern nach monatelangem Einsatz „ein wenig die Luft raus“, gesteht Vereinssprecher Manfred Buttke. Jetzt aber stehe der Endspurt bevor: „Der letzte Kraftakt macht Spaß.“

Das Gelände ist Eigentum der Stadt, der Verein hat seinen Teil mit einem langjährigen Erbpachtvertrag abgesichert. „Die Stadt ist uns sehr entgegengekommen“, gesteht Heuer: „Das Projekt wäre sonst nicht möglich gewesen.“ Im neuen Domizil ist Platz für Lehrgangs- und Einsatzräume, Lager und Archiv, unterm Dach richtet sich die DLRG zudem Vereinsräume ein. Und am Ufer des Strandbads sind die Badeaufseher während der Saison trotzdem weiterhin vertreten. Im neuen Sanitärgebäude nahe dem Restaurant Insel hat Investor Aspria einen Raum mit Ausblick aufs Wasser eingerichtet. Von dort aus haben die Rettungsschwimmer weiterhin die Badegäste im Blick.

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