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Aus der Stadt Dachlawine: Hauseigentümer soll zahlen
Hannover Aus der Stadt Dachlawine: Hauseigentümer soll zahlen
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07:57 25.06.2014
Symbolbild Quelle: Archiv
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Hannover

„Das ist der Schnee von gestern“ hätte das Motto eines Zivilprozesses sein können, der Dienstag am Amtsgericht verhandelt wurde. Es ging um eine Dachlawine, die im Dezember 2010 vom Dach eines Hauses an der Gretchenstraße heruntergerauscht kam und den Ford Ka einer jungen Frau kräftig verbeulte. Nachdem sich ihre Versicherung geweigert hatte, den Schaden von 2368 Euro zu begleichen, wandte sich die Oststädterin an den Hauseigentümer. Dieser müsse ihr die Autoreparatur bezahlen, weil er keine Schneefanggitter auf dem Hausdach installiert und damit seine Verkehrssicherungspflicht verletzt habe.

Ein Urteil fällte Amtsrichterin Catharina Schwind noch nicht, das folgt erst Mitte Juli. Doch sie signalisierte durchaus, wohin die Reise gehen könnte. In schneearmen Gebieten wie der norddeutschen Tiefebene, das sei anerkannte Rechtsprechung, gebe es für Hausbesitzer keine Verpflichtung, Schneefanggitter in luftiger Höhe zu installieren – anders als beispielsweise im Bayerischen Wald oder in den Alpen. Auch hätten Autobesitzer eine gewisse Mitverantwortung und müssten sich gut überlegen, wo sie ihre Fahrzeuge bei viel Schnee und Tauwetter abstellen. In diesem Fall wäre der Eilenriederand vielleicht eine bessere Wahl gewesen als die Gretchenstraße.

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mik

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