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Aus der Stadt Darum ist Hannover die nachhaltigste Stadt Deutschlands
Hannover Aus der Stadt Darum ist Hannover die nachhaltigste Stadt Deutschlands
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00:17 13.12.2017
„So intensiv wie wir hat das Projekt Nachhaltigkeit noch keine Stadt in Deutschland vorangetrieben“: Oberbürgermeister Stefan Schostok freut sich über Platz 1 im Nachhaltigkeits-Ranking.
„So intensiv wie wir hat das Projekt Nachhaltigkeit noch keine Stadt in Deutschland vorangetrieben“: Oberbürgermeister Stefan Schostok freut sich über Platz 1 im Nachhaltigkeits-Ranking. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 90 Seiten dick, erzählt Oberbürgermeister Stefan Schostok, war der Antrag, den die Stadt bei der Stiftung „Deutscher Nachhaltigkeitspreis“ eingereicht hat. Und: Im zweiten Anlauf nach 2016 hat es geklappt. Am Freitagabend wurde Hannover zur „nachhaltigsten Großstadt Deutschlands“ gekürt, vor Aachen und Gelsenkirchen. 35.000 Euro beträgt das Preisgeld, das der Landeshauptstadt zugute kommt. „Wir wissen aber noch nicht, in welches unserer 40 derzeit laufenden Nachhaltigkeitsprojekte wir dieses Geld stecken“, wehrt Schostok ab. Dieses Wochenende haben die Verantwortlichen die Auszeichnung erst einmal still genossen.

Viel Prominenz war bei der zehnten Verleihung des Nachhaltigkeitspreises dabei, 1200 Gäste füllten den Saal eines Düsseldorfer Flughafenhotels. Mit Ehrenpreisen würdigte die Stiftung das nachhaltige Schaffen von Musikern wie Marius Müller-Westernhagen und Annie Lennox, etliche Unternehmen wie die Telekom, Frosta oder die Andechser Molkerei wurden aufs Podest gehoben, und in den verschiedenen Städte-Kategorien rückten neben Hannover auch Pirmasens, Geestland und Nettersheim ins Rampenlicht. Stefan Schostok nahm den Preis aus den Händen von Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, entgegen. „Dieser Titel ist eine Anerkennung für alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft“, lobte der OB.

Die Stiftung würdigte vor allem das Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“, bei dem 25.000 Bürger in den Dialog mit verschiedenen Institutionen einbezogen wurden. Rund 85 Prozent der 1400 abgegebenen Statements, stellte die Jury fest, seien in „Mein Hannover 2030“ eingeflossen. „Hannover geht in zahlreichen Projekten kommunaler Nachhaltigkeit als Vorbild voran“, heißt es weiter. Zu diesen Vorhaben zählt die Stiftung das Biodiversitäts-Projekt „Städte wagen Wildnis“ oder den Masterplan „100 Prozent für den Klimaschutz“; hier werden die Bemühungen zur Förderung des Radverkehrs besonders herausgehoben. „Auch im sozialen Bereich setzt die Stadt Zeichen“, so die Stiftung. Der „Hannoversche Weg“ zur Armutsbekämpfung bei Kindern findet ebenso Anerkennung wie das Projekt „Jugend lebt Stadt“. 

„So intensiv wie wir hat das Projekt Nachhaltigkeit noch keine Stadt in Deutschland vorangetrieben“, erklärt ein selbstbewusster Oberbürgermeister. Grundlage sei ein Netzwerk mit einer Vielzahl von Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen aus verschiedenen Bereichen, an dem die Stadt über Jahre gewebt habe. „Und auch dies“, freut sich Schostok, „wurde ausdrücklich gelobt.“

Von Michael Zgoll