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Aus der Stadt „Das Dschungelbuch“ kommt in den Zoo
Hannover Aus der Stadt „Das Dschungelbuch“ kommt in den Zoo
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00:21 17.04.2015
Von Rüdiger Meise
In der Showarena des Zoos lernt Mogli (Sabrina Pankrath) von Balu (Mathias Kusche) den Bärentanz.
In der Showarena des Zoos lernt Mogli (Sabrina Pankrath) von Balu (Mathias Kusche) den Bärentanz. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört - hätte Willy Brandt vielleicht gesagt: Im Juli und August zeigt der Zoo Hannover „Das Dschungelbuch“ als Familienmusical. Im 150. Jahr seines Bestehens hat sich der Zoo dafür mit dem GOP-Varieté zusammengetan und führt das Stück aus der Feder von Christian Berg in der Showarena auf - frei nach der berühmten Erzählung des britischen Autors Rudyard Kipling.

Im Juli und August zeigt der Zoo Hannover „Das Dschungelbuch“ als Familienmusical. Im 150. Jahr seines Bestehens ist der Zoo dafür eine Kooperation mit dem GOP-Varieté eingegangen.

Wo sonst Affen und Papageien Kunststücke vorführen, schleicht im Sommer Michael Ihnow als Panther Baghira durch die Kulisse, und Mathias Kusche singt als Bär Balu gemütliche Lieder. Allerdings nicht die Klassiker aus dem Disney-Film: Die Musik des Musicals stammt vom Liedermacher Konstantin Wecker.

Am Dienstag gab es bereits eine kleine Kostprobe

„Nach fünf Minuten vermisst man die Disney-Musik nicht mehr“, verspricht Kusche. Am Dienstag gab er bei der Vorstellung des Musicals im Zoo eine Kostprobe - und die ließ vermuten, dass er recht hat. „Tip Tap Tip“ bringt er dem kindlich-übermütigen Dschungelkind Mogli den Bärentanz bei. Und Sabrina Pankrath singt als Mogli auf dem Weg in die Menschenwelt: „Die Trommeln rufen mich - doch was wird sein, wenn ich dort ohne Freunde bin?“ Geeignet ist die Inszenierung der Geschichte von Freundschaft und der Entdeckung der eigenen Identität für Kinder ab vier Jahren. Und auch Erwachsene dürften ihre Freude daran haben.

Die Kindermusicals des GOP haben in Hannover bereits eine kleine Tradition. Vor zwei Jahren führte das Varieté schon einmal „Das Dschungelbuch“ von Berg und Wecker auf, dann folgten „Jim Knopf“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Die aktuelle Kooperation mit dem Zoo ist allerdings selbst für die erfahrenen Varieté-Macher, die sogar Aufführungen auf der Zugspitze inszeniert haben, etwas Besonderes, sagt GOP-Direktor Dennis Bohnecke.

Arena stellt Herausforderung dar

Für die Darsteller ist die 800 Plätze fassende Freiluftarena eine echte Herausforderung. Schließlich wurde die Showarena nicht als Bühne für Menschen konzipiert. Es gibt Unebenheiten im Boden, keine Lichteffekte, keinen Vorhang. Dafür Rasen, Felsen und Bäume. Gespielt wird bei jedem Wetter, sagt der Geschäftsführer des Erlebniszoos, Andreas Casdorff. Lediglich bei Unwetter und Starkregen werde man wohl abbrechen müssen. Balu-Darsteller Kusche hofft außerdem, „dass es keinen Rekordsommer mit Temperaturen jenseits der 30 Grad gibt“ - denn dann dürfte ihm das dicke Bärenpelz-Kostüm mit Schal, Hut, Frack und Rainer-Calmund-Bauch zur Qual werden.

Echte Tiere doch nicht in die Aufführung eingebaut

Der Zoo hat kurz darüber nachgedacht, echte Tiere in die Aufführung einzubauen - die Idee aber verworfen, sagt Zoo-Chef Casdorff. Schließlich haben die Tiere vormittags an gleicher Stelle ihre Shows. Die Musical-Vorstellungen beginnen nachmittags um 14 und 17 Uhr. Gespielt werden 49 Aufführungen zwischen dem 12. Juli und dem 9. August. Karten kosten 23,90 Euro für Erwachsene und 16,90 Euro für Kinder. Das Familienticket „Affenbande“ kostet 74 Euro für vier Personen. Die Tickets berechtigen eine Stunde vor der Show zum Zutritt auf das Zoogelände. Es fällt kein zusätzlicher Eintritt an. 

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