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Aus der Stadt Das Hohe Ufer in der Altstadt wird umgestaltet
Hannover Aus der Stadt Das Hohe Ufer in der Altstadt wird umgestaltet
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06:15 03.11.2012
Von Andreas Schinkel
Aufgeräumt und mit viel Platz zum Verweilen, so präsentiert sich das neue Leineufer nach den Plänen des Büros KSW. Quelle: macbookpro
Hannover

Noch hat das Hohe Ufer den Charme eines Betonkais, doch schon im kommenden Jahr soll sich das ändern. Denn SPD und Grüne haben sich vorgenommen, 2013 die Verschönerung der historischen Uferzone zwischen Goethestraße und Friederikenplatz auf den Weg zu bringen. Nach der Umgestaltung des Klagesmarktes wird damit das nächste Großprojekt aus dem Stadtentwicklungsdialog City 2020 in Angriff genommen.

„Anfangen werden wir mit der Ostseite, also entlang der Straße Am Hohen Ufer“, sagt SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Eine Baumallee soll die Altstadtseite der Leine schmücken. Das Pflaster entlang der Straße wird erneuert, brüchige Steinkanten werden repariert. „Das ganze Umfeld wird aufgewertet“, sagt Michael Dette, Bauexperte der Grünen. Im Gespräch ist auch eine breite Freitreppe, die vom Marstall ans Leineufer führt. Finanzmittel für Detailplanung und Umbauten sollen bereits im Haushalt für das kommende Jahr veranschlagt werden. Die Kosten für erste Baumaßnahmen werden auf rund eine Million Euro geschätzt.

Rot-Grün folgt damit den Entwürfen aus dem Architektenwettbewerb 2010. Damals ging das Architekturbüro Kellner Schleich Wunderling (KSW) als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Der Entwurf sah zudem eine steinerne Furt über die Leine in Höhe des Beginenturms vor. „Auch das wollen wir umsetzen, zusammen mit einem Landschaftspark rund um die Nanas“, sagt SPD-Ratsherr Hermann. Aber man wolle Schritt für Schritt vorgehen, der Park sei ein mittelfristiges Vorhaben.

Vor allem Wohnungen sollen entstehen

Für das kommende Jahr soll die Stadt zunächst ein Grundstück neben dem Üstra-Verwaltungshaus an der Goethestraße vermarkten. Mit dem Verkauf des Baulands in bester Lage, das jetzt noch als Parkplatz dient, hofft man, zusätzliches Geld für die Umbauten am Leineufer in die Kasse zu bekommen. „Die Grundstückserlöse fließen zurück in die City-2020-Projekte“, sagt Hermann. Vor allem Wohnungen sollen auf dem Grundstück entstehen.

Ebenfalls im kommenden Jahr werden ein paar Meter vom Üstra-Haus entfernt die Bagger anrücken. Auf dem Pausenhof der ehemaligen Schule am Hohen Ufer werden zwei Bauten errichtet, mit Wohnungen in den oberen Etagen und Gewerbe im Erdgeschoss. Anwohner hatten sich zuvor zwar dafür eingesetzt, den Hof frei zu halten und in einen Stadtteilplatz zu verwandeln, sie konnten die Kommunalpolitiker aber nicht überzeugen.

Unterhalb der geplanten Wohnhäuser soll eine Tiefgarage entstehen - mit Verlängerung zu einer Kellergastronomie. In die Steinwand der Uferbefestigung soll ein rund 350 Quadratmeter großer Gastraum gegraben werden und Aussicht auf den Fluss gewähren. Baurecht für das ungewöhnliche Projekt haben die Ratsgremien bereits geschaffen, im kommenden Jahr kann also der Bagger anrücken.

Die Bauarbeiten am Hohen Ufer werden sich mit einer anderen künftigen Großbaustelle in der City berühren - der Neuordnung der Stadtbahnlinie D. Entlang der Goethestraße, so planen es Stadt und Region, sollen neue Bäume gepflanzt und breitere Geh- und Radwege angelegt werden. „Auch hierfür müssen wir rechtzeitig Planungsmittel bereitstellen“, sagt Grünen-Ratsherr Dette. Zudem fordert er die Stadt auf, einen Dialog mit den Anwohnern über die Umgestaltung der Straße ins Leben zu rufen.

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