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Aus der Stadt Turnier: Ihme-Zentrum wird zur Drohnen-Rennbahn
Hannover Aus der Stadt Turnier: Ihme-Zentrum wird zur Drohnen-Rennbahn
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00:17 29.06.2017
Flugstunden im Ihme-Zentrum: Martin Bennat lädt zum Drohnenrennen in der Tiefgarage. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

"Irgendwas ist immer“, sagt Martin Bennat und muss ein wenig lachen. Nachdem er die Kamera seiner Renndrohne eingestellt, die Fernbedienung gerichtet und die Videobrille aufgesetzt hat, gibt es offenbar ein Problem. Die Drohne hebt nicht ab. Der 38-Jährige zieht schnell einen Schraubenzieher aus dem Rucksack und überprüft die einzelnen Bestandteile. Dann leuchten rote Lichtsignale auf, der kleine Elektromotor beginnt zu surren, es geht los.

Martin Bennat testet die Strecke in der Tiefgarage des Ihme-Zentrums mit seiner Renndrohne. Am 2. September lädt er dort zum Drohnen-Rennen ein.

Mehr zum Thema Ihme-Zentrum erfahren Sie hier.

Und plötzlich saust die Drohne zwischen den Betonsäulen des leerstehenden Parkdecks im Ihme-Zentrum umher, als würde sie in einem Science-Fiction-Film eine Verfolgungsjagd simulieren. Bennat steuert die Drohne mit Fernbedienung. Das Bild der Kamera wird als Videosignal direkt auf seine Brille gesendet, er sieht, was die Drohne sieht und sitzt quasi im Cockpit.

Die Drohne selbst nimmt er nur als Lufthauch und Geräusch war. Und trotzdem steuert er sie geschickt durch den Betonparcours. Ein paar Jugendliche schauen zu und sind beeindruckt. Demnächst können Zuschauer so ein Drohnen-Rennen live erleben - der Bastler baut im Ihme-Zentrum eine Rennstrecken auf.

Betonsäulen erhalten Lichtsignale

Beim Drohnen-Rennen am 2. September werden bis zu vier Teilnehmer gleichzeitig antreten. Die Strecke zwischen den Betonsäulen wird vom in der Szene bekannten Streckendesigner Dippi vom RCtech Racing Team entwickelt. Die Säulen erhalten unterschiedliche Lichtsignale, die anzeigen, ob man links oder rechts daran vorbeifliegt.

„Dazu wollen wir mit Nebelmaschinen arbeiten und schaffen dunkle Passagen, die die LED-Renndrohnen in Szene setzen.“ Die Profis fliegen Strecken mit bis zu 80 Kilometer in der Stunde. Die Zuschauer können sich per Stream direkt in die Kamera der Drohnen einschalten oder schauen auf einer Leinwand aus der Ich-Perspektive zu. Lichtschranken helfen dabei, die Gewinner zu bestimmen. „Vielleicht hilft das Rennen, das Ihme-Zentrum positiv zu beleben“, sagt Bennat.

Sein Hobby hat der Drohnenpilot erst vor knapp einem Jahr entdeckt. Im November schaute er sich Videos der amerikanischen Drohnenrennen-Liga an und wünschte sich zu Weihnachten selbst eine kleine Drohne. Dann probierte er selbst Flüge auf dem alten Conti-Gelände aus. Nun plant er mit weiteren Enthusiasten ein Rennen und wird dabei von Drohnen- und Technikunternehmen wie exposive, camforpro, RCtech, flyingmachines und nfactory unterstützt.

Sponsoren gesucht

Große Sponsoren aus der Stadt sucht er noch. „Eine Auftaktveranstaltung ist immer etwas schwierig, denn die Menschen können sich noch nicht viel darunter vorstellen“, sagt Bennat. Aber die Bilder der Rennen werden aufregend sein. „Und ich möchte dazu beitragen, dass Drohnen nicht nur als böse Fotodrohnen wahrgenommen werden.“ Man kann sie sehr gut auch sportlich nutzen.

Das Rennen soll am 2. September in der Tiefgarage des Ihme-Zentrums laufen. Der Verwalter hat eine Erlaubnis für die Nutzung erteilt. Interessierte Besucher und Piloten können sich per Mail an SpinfastHannover@gmail.com melden oder sich unter Spinfast Hannover auf dem Facebook-Kanal informieren.

Von Jan Sedelies

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