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Aus der Stadt Das Üstra-Gebäude steht leer
Hannover Aus der Stadt Das Üstra-Gebäude steht leer
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20:15 20.12.2015
Die Unternehmenszentrale der Üstra wurde von Dieter Oesterlen entworfen und wird demnächst saniert. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Gleich nebenan sitzen die Beschäftigten der Regiobus.

Der markante, vor mehr als 50 Jahren von Architekt Dieter Oesterlen entworfene Bau am Westrand der City sollte eigentlich schon vor zwei Jahren saniert werden, weil etwa Brandschutz, Heizung und Raumaufteilung nicht mehr modernen Standards entsprechen. Dann hatte sich jedoch der Denkmalschutz eingeschaltet. Sein Augenmerk galt dem Gebäudeinneren und hier explizit den markanten, holzvertäfelten Flurwänden. Der nach längerem Hin und Her gefundene Kompromiss sieht vor, dass eine von fünf Etagen im laut Denkmalschutz „Oesterlen-typischen Baustil“ erhalten bleibt.

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Nach Angaben der Üstra verteuert sich der Umbau wegen der entstandenen Zeitverzögerungen und den zwischenzeitlich gestiegenen Baupreisen um 2 Millionen Euro auf nunmehr 15,5 Millionen Euro. Mit der Sanierung wird sich die Stadtansicht am Hohen Ufer nicht ändern, weil die Fassade erhalten bleibt. Allerdings will sich das Unternehmen dem Publikum öffnen. Im Erdgeschoss plant es ein Bistro zur Leineseite hin sowie in Absprache mit der Redaktion des Fahrgastfernsehens einen Veranstaltungsraum. Läuft alles nach Plan, rechnet die Üstra mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Für die zwischenzeitliche Büromiete muss sie weitere rund 2 Millionen Euro ausgeben und diese auch selbst bezahlen. Den eigentlichen Umbau finanziert die Region Hannover über den Defizitausgleich, den es dem Verkehrsunternehmen leistet.

Andreas Schinkel 20.12.2015
Ronald Meyer-Arlt 20.12.2015
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