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Aus der Stadt Das gibt es bei der Maker Faire zu sehen
Hannover Aus der Stadt Das gibt es bei der Maker Faire zu sehen
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17:04 27.08.2017
Wer kennt diesen Roboter? Fans der Weltraumsaga Star Wars haben R2-D2 wohl schon öfter im Kino gesehen. Quelle: Wallmüller
Hannover

Für Tüftler jeden Alters ist bei der Ausstellung etwas dabei - doch vor allem auch für neugierige Schüler: Sie bekamen vor der offiziellen Eröffnung der Tüftlermesse Maker Faire einen exklusiven Einblick. Im HCC fanden sie ferngesteuerte Roboter, liebevoll zusammengebaute Miniaturschiffe aus Tausenden Streichhölzern und einen fünf Kubikmeter großen Hexapod, der wie ein Rieseninsekt durch den Stadtpark marschierte.

Im Hannover Congress Centrum hat die Tüftlermesse Maker Faire ihre Tore geöffnet.

Interview: Was ist neu, Frau Wilde?

Sylke Wilde ist Sprecherin von Heise Medien und informiert über die Tüftlermesse Maker Faire.

Frau Wilde, auf der Maker Faire sind wie in den Vorjahren Weltraumraketen und Roboterkämpfe zu sehen, riesige Metallwesen spazieren über das Gelände, überall wird getüftelt. Gibt es etwas, das ganz neu ist?
Na klar! Wir versuchen ja, jedes Jahr neue spektakuläre Projekte zu zeigen. Diesmal wird zum Beispiel ein fünf Kubikmeter großer Hexapod als Rieseninsekt durch den Park stolzieren. Dieser Mantis-Robot hat sechs Beine und bewegt sich damit trotz seiner Größe unfassbar graziös. Dann ist das Abacus-Theater in diesem Jahr mit zwei bunten Weltraumraketen vertreten. In den Space-Cruisern, die aus recycelten Autoteilen zusammengebastelt sind, sitzen Tüftler Jan Wessels und sein Sohn und machen eine sehr fröhliche Schau.

Man hört, dass auch die „Aida“ im Stadtpark zu Wasser gelassen wird.
Auf diese Aktion freuen wir uns sehr. Der Hobbybastler Lothar Bunscheit aus Schleswig-Holstein hat tatsächlich aus 15 000 abgebrannten Streichhölzern die „Aida“ nachgebaut und mit Motoren und Fernsteuerung versehen. Er bringt noch weitere Boote mit – und seine Frau, die ständig Streichhölzer nachkaufen muss.

Gibt es irgendwas, das es nicht gibt auf der Maker Faire?
Anzugträger. Wir nennen uns zwar Tüftlermesse, aber mit einer typischen Messe hat das hier wenig zu tun. Wir von Heise Medien organisieren die Maker Faire sehr communitygestützt. Bis zu 70 Prozent der Beteiligten sind selbst Hobbybastler und Tüftlergruppen. Das spürt man beim Klima – hier wird sich gegenseitig geholfen und miteinander gefachsimpelt. Sogar das Catering stammt von Makern.

Kann denn man auch selbst tüfteln?
Natürlich. Ich selbst habe auf einer Maker Faire löten gelernt. Wir haben Lötstände für Kinder und eine Schweißwerkstatt, man kann selbst Ringe formen – und es gibt die Möglichkeit, aus Baumarktröhren Flöten zu basteln oder Ohrringe aus Leiterplatten – dabei sehen wir gerne auch Jungen.

Bei dem Vorbereitungsaufwand – warum öffnen Sie eigentlich nicht schon am heutigen Freitag?
Wir starten heute, aber es ist Schulklassentag. Die Resonanz ist toll: 3000 Schüler sind angemeldet, doppelt so viele wie im Vorjahr.

Und: Haben Sie für das Wochenende eine besondere Empfehlung?
Am Sonnabend gegen 13.30 Uhr steigt ein Stratosphärenballon bis in 40 Kilometer Höhe auf, mit Kamera. Das gibt tolle Bilder!

Interview: Conrad von Meding

Maker Faire

Die Tüftlermesse öffnet am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr im Hannover Congress Centrum und im angrenzenden Stadtpark. Tagestickets kosten 15 Euro, Familientickets 32 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

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