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Aus der Stadt Enercity will Grünflächen aufstellen
Hannover Aus der Stadt Enercity will Grünflächen aufstellen
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22:47 26.09.2016
In einer Computeranimation zeigt die Verwaltung den Politikern gestern die von Beton eingefassten Grünflächen. Quelle: Klein
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Hannover

Geplant ist nach Angaben eines Verwaltungssprechers zunächst das Aufstellen von zwei der sogenannten City-Trees (englisch für Stadtbäume). Die Objekte sind jeweils 2,90 breit, 2,10 Meter tief und immerhin 3,95 Meter hoch. Das ganze ist eingefasst in Beton.

Die Herstellerfirma wirbt mit einer 16 Quadratmeter großen Grünfläche pro betoneingefassten Stadtbaum. Bei dem Grün handele es sich um eine Pflanzen-Moos-Kombination, nähere Angaben konnte die Verwaltung nicht machen. Unten befinden sich Wassertanks, eine Solaranlage befördert das Wasser zu den Pflanzen.

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Die Objekte sollen laut Verwaltung in der Stadt "an baumarmen Orten" für Abkühlung sorgen. Sie verbesserten das Mikroklima, zudem gebe es auf beiden Seiten eine Sitzgelegenheit.

Die Pläne von Enercity stießen bei den Politikern auf ein unterschiedliches Echo. Wilfried Engelke (FDP) sagte, er sei von den Plänen "hochbegeistert". Die City-Trees würden "die Stadt sicherlich bereichern. Engelke kritisierte allerdings - wie auch andere Bezirksratspolitiker - die von der Stadt auserkorenen Standorte: in der Nähe des Schillerdenkmals und vor der früheren Nord-LB-Zentrale am anderen Ende der Georgsstraße. "Ausgerechnet hier gibt es doch viele Bäume", meinte Engelke.

Norbert Gast (Grüne) befürchtet, dass das Unternehmen mit den Objekten zu viel Werbung für sich machen wolle. Die Seiten der Objekte können mit Text bestückt werden. Außerdem soll es sogar möglich sein, in das Grün ein Logo einzuarbeiten, dass schon von weitem zu erkennen ist. Gast lehnt die Pläne einer Verkleidung nur mit Sichtbeton ab. "Holz wäre viel besser", sagte er.

Joanna Konopinska von der CDU schlug vor, die Idee für Hannover umzuwandeln. "Mit dem Grün könnte die Fassade des Ihme-Zentrums begrünt werden", sagte sie. 

Massive Kritik an den Plänen gab es am Montagabend von der City-Gemeinschaft. Deren Geschäftsführer Martin Prenzler sagte, in der City gebe es ausreichend Bäume. Zudem entstünden durch die riesigen Standwerke Angstecke, hinter denen sich auch zum Beispiel Drogendealer gut verstecken könnten. Die Idee sei dort gut umzusetzen, wo es wenig Bäume gebe. Prenzler bezeichnete die stehenden Grünflächen als "riesige Monster". Wenn die Geschäftsleute etwas ähnlich aufstellen wollte, würden sie dafür nie eine Genehmigung bekommen, betonte er.

Der Bezirksrat war sich einig, dass er vor der Aufstellung der City Trees ein Mitspracherecht besitze. Die Verwaltung wollte über das Aufstellen per Sondernutzungssatzung ohne die Beteiligung politischer Gremien entscheiden.

Von Mathias Klein

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