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Aus der Stadt Debatte um Kameras in hannoverschen Taxis
Hannover Aus der Stadt Debatte um Kameras in hannoverschen Taxis
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20:59 02.08.2010
Von Tobias Morchner
Quelle: Nancy Heusel (Archiv)

Der Einbau einer Videoanlagen stelle einen besseren Schutz der Fahrer vor Pöbeleien oder gewalttätigen Übergriffen durch Fahrgäste dar, sagt der Vorsitzende des Allgemeinen Taxifahrervereins, Farshad Bahadory: „Die Hemmschwelle der Gäste ist in letzter Zeit spürbar gesunken.“ Aus dem Datenschutz gibt es aber Bedenken.

Das Beispiel Bremens zeige, wie gut die Überwachung funktioniere, heißt es bei den Taxifahrern. Dort seien bereits fast alle Fahrzeuge mit Kameras ausgestattet – die Zahl der Übergriffe sei deutlich rückläufig. In Hannover aber würden Kollegen immer häufiger von zumeist betrunkenen oder unter Drogeneinfluss stehenden Fahrgästen angegangen. „Wir diskutieren schon lange darüber, wie wir unsere Kollegen vor derartigen Angriffen schützen können. Die Videoüberwachung in den Wagen halten wir für eine gute Lösung“, sagt Bahadory.

Zwischen 200 und 600 Euro pro Anlage müssten Taxiunternehmer nach Vereinsschätzungen für die Umrüstung investieren. Trotz der hohen Kosten unterstützt „Hallo Taxi“-Chef Wolfgang Pettau den Vorschlag der Vereinigung: „Eine Kamera kann abschreckend wirken, sie ist aber auch kein Allheilmittel gegen Übergriffe.“ Zusätzlich regt Pettau an, dass alle Fahrer regelmäßig an Deeskalationstrainings teilnehmen, um kritische Lagen während der Fahrt besser zu beherrschen.

Niedersachsens Landesdatenschutzbeauftragter zeigte sich dagegen skeptisch. „Eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum beschneidet in jedem Fall die Persönlichkeitsrechte deutlich und muss daher im Einzelfall sehr genau geprüft werden“, sagt eine Mitarbeiterin. Auf jeden Fall müssten die Taxigäste vor dem Einsteigen in den Wagen deutlich darüber informiert sein, dass Videoaufzeichnungen gemacht werden. „Das Material darf maximal 72 Stunden lang gespeichert werden“, hieß es weiter. Denkbar sei, dass die Kameras nicht permanent eingeschaltet seinen, sondern nur auf Betätigung des Notfallknopfes das Geschehen auf der Rückbank filmten.

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