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Aus der Stadt Degiv stellt neues Gesundheitsterminal vor
Hannover Aus der Stadt Degiv stellt neues Gesundheitsterminal vor
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00:21 06.03.2015
Dieter Rittinger und Lars Kliefoth, die Geschäftsführer von Degiv, stellen das Gesundheitsterminal vor.
Dieter Rittinger und Lars Kliefoth, die Geschäftsführer von Degiv, stellen das Gesundheitsterminal vor.  Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Aufgrund seines Gewichts von 170 Kilogramm bezeichnen die Geschäftsführer der an der Expo-Plaza ansässigen Degiv das Gerät scherzhaft als „heavy Metal“, zu Deutsch: schweres Metall.

Der Umgang mit dem Gesundheitsterminal sei dagegen aber ganz leicht. „Wir können Menschen nicht einfach in die digitale Welt beamen und hoffen, dass das funktioniert“, sagt Rittinger. Um das Gesundheitsterminal zu benutzen, brauchen Versicherte keine Computerkenntnisse - lediglich eine digitale Gesundheitskarte. Diese ist seit Januar 2015 Pflicht in Deutschland.

Das Gerät soll zum Beispiel in Apotheken und Arztpraxen stehen und die Kommunikation zwischen Versicherten und Krankenkasse vereinfachen.

Einfacher Umgang am Terminal

Am Gesundheitsterminal können Versicherte zum Beispiel ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einscannen und digital an Krankenkasse und Arbeitgeber schicken. Darüberhinaus sei es möglich, einen Facharzt zu suchen oder Fragebögen der Krankenkasse zu beantworten. Das spart den Versicherten den Weg zur Post und eine Menge Papierkram.

Auf einem 27 Zoll großem Bildschirm wählen die Versicherten aus, was sie erledigen möchten. „Wer die Schrift auf diesem Bildschirm nicht lesen kann, hat wahrscheinlich sowieso eine Begleitung dabei, die ihm im Alltag hilft“, sagt Kliefoth. Dokumente können Versicherte mit einem eingebauten Unterschriftenpad unterzeichnen. Außerdem sei es möglich, ein Passbild für die Versicherungskarte anzufertigen.

Pilotprojekt in Hessen

Ende März werden die ersten 525 Gesundheitsterminals in Hessen eingesetzt. Längerfristig will die Degiv 7500 Geräte bundesweit aufstellen. Dafür brauchen sie Abnehmer. „Bisher haben wir Verträge mit sechs Krankenkassen und sechs mündliche Zusagen“, so Rittinger.

Für Versicherte ist der Service kostenlos. Die Degiv will Einnahmen erwirtschaften, indem sie von Krankenkassen einen jährlichen Festbetrag verlangt. Außerdem haben die Geräte zwei Bildschirme, auf denen Werbung geschaltet werden kann.

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