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Aus der Stadt Demo gegen Frei.Wild-Konzert geplant
Hannover Aus der Stadt Demo gegen Frei.Wild-Konzert geplant
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00:15 15.11.2013
Von Tobias Morchner
Foto: Demo gegen Frei.Wild geplant: Auch beim Konzert im Dezember 2012 in Hannover gab es schon Proteste.
Demo gegen Frei.Wild geplant: Auch beim Konzert im Dezember 2012 in Hannover gab es schon Proteste. Quelle: Insa Catherine Hagemann
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Hannover

In der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr wollen Gegner der Rockband Frei.Wild am Tag des Konzerts am Schwarzen Bär gegen die Veranstaltung in der Halle demonstrieren. Bislang sind bei der Polizei nur 100 Teilnehmer der Kundgebung angemeldet. Doch die Demonstration könnte größer ausfallen als erwartet. Am Montag ist eine Seite im sozialen Netzwerk Facebook zu der Demonstration freigeschaltet worden, die bereits 24 Stunden später mehr als 1300 Sympathisanten hatte, Tendenz steigend.

Die Demonstranten fordern, das Frei.Wild-Konzert abzusagen. Die Band fungiere mit ihren nationalistischen Texten als Bindeglied in die rechtsextreme Szene, so die Begründung. Zuvor hatte sich bereits der Stadtverband der Grünen gegen den Auftritt der Südtiroler Kombo ausgesprochen. „Spätestens seit der Debatte um die Echo-Verleihung für Frei.Wild dürfte dem Capitol bekannt sein, dass die Band mit ihren Texten völkische und nationalistische Klischees verbreitet“, sagte damals der Stadtverbandsvorsitze Tobias Leverenz.

Im März hatten die Ausrichter der Echo-Gala, einem der wichtigsten Musikpreise in Deutschland, die Nominierung von Frei.Wild zurückgezogen, nachdem namhafte Bands wie Kraftklub und Mia ihre Teilnahme an der Echo-Verleihung wegen des geplanten Auftritts der Rechtsrocker abgesagt hatten. Capitol-Geschäftsführer Michael Lohmann, der den Südtirolern die Halle vermietet hat, hat die Kritik der Demonstranten zurückgewiesen. Und doch hat es den Anschein, dass ihm nicht wohl ist wegen des Auftrittes der umstrittenen Musiker. Auf der Internetseite des Capitols findet sich kein einziger Hinweis auf die Veranstaltung am 29. November.

Kurz vor Weihnachten wollte Kevin Russel, ehemaliger Sänger der Rechtsrockband Böhse Onkels, im Capitol gastieren. Das Konzert wurde jetzt in die Swiss Live Hall verlegt - wegen der großen Nachfrage.

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