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Aus der Stadt Volle Ladung auf der Straße
Hannover Aus der Stadt Volle Ladung auf der Straße
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14:25 07.02.2014
Von Conrad von Meding
Etwas aufwendig, aber am Ende funktionierte es: Der E-Up wurde aufgeladen. Quelle: Conrad von Meding
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Hannover

Wer ein Haus mit Garage oder Carport hat, für den ist das nächtliche Aufladen eines E-Mobils kein Problem -– erst recht nicht, wenn eine Steckdose vorhanden ist. Aber wie ist es in der Kernstadt für Menschen, die in Geschosswohnungen leben?

Zum Vorbild taugt unser Test vielleicht nicht unbedingt. Wenn künftig überall Verlängerungsschnüre quer über Bürgersteige und Straßen verlegt werden, dann könnte der Stadtverwaltung, die beim Thema Elektromobilität ja eigentlich fortschrittlich sein will, doch irgendwann der Geduldsfaden reißen. Aber wir haben es wenigstens probiert – und können ein positives Fazit ziehen.

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Von abends um 22 Uhr bis morgens um 9 Uhr haben wir den E-Up am Straßenrand aufgeladen. Aus einer Werkstatt in einem Innenstadt-Hinterhof wurde die Verlängerungsleitung gelegt: Etwas mehr als 40 Meter Kabel waren bis zum Autoanschluss nötig. Die Kabeltrommel wurde zum Regenschutz unterm Auto platziert, davor der Spezialadapter angeschlossen, mit dem sich der E-Up an eine normale Schuko-Steckdose anschließen lässt.

Neun Stunden beträgt die Gesamtladezeit über Haushaltsstromanschluss. Zur Erinnerung: Mit den Stromsäulen von Enercity klappt die Vollladung in etwa sechs Stunden, mit der Schnellladestation beim TÜV in Döhren kann der Akku sogar in einer halben Stunde fast voll geladen werden.

Während des Ladevorgangs selbst ist der Stromanschluss am E-Up mechanisch verriegelt, sodass der Adapter nicht gestohlen werden kann. Trotzdem war die Nacht ein bisschen eine Zitterpartie: Würde es Vandalismus geben? Oder eine der Kabeltrommeln zu heiß werden? Am Ende hat alles gut geklappt. Und in der Folgenacht haben wir den Wagen zur Abwechslung am Opernplatz an der Enercity-Säule aufgeladen – auch da gab es keine Probleme.Als Fazit darf damit wieder die Forderung von HAZ-Leserin Patricia Hanel herhalten: „Wenn Neubauten geplant werden, müssten eigentlich immer gleich Ladestationen für E-Autos mitgedacht werden, vielleicht auch mit Photovoltaik- oder Windkraftanlage.“

Das gilt auch für die Innenstädte - damit nicht überall private Strippen auf der Straße verlegt werden. Zum Nachahmen ist der Ladevorgang mit Verlängerungskabel allerdings ohnehin nicht empfohlen. VW weist in der Bedienungsanleitung des E-Up darauf hin, dass es zu irreparablen Schäden durch Hitzentwicklung kommen kann, wenn Steckerverbindungen an den Kabeln heiß laufen. Für den HAZ-Test waren die Kabelverbindungen und Stecker vorab eingehend auf Funktion geprüft worden und mit einer Wärmesicherung versehen.  Der einwöchige HAZ-E-Up-Test, für den das Autohaus Gessner & Jacobi den Wagen zur Verfügung gesellt hat, endet am Freitag mit dem Beschleunigungstest. Der VW-Stromflitzer tritt auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum gegen den Mercedes C-Klassen-Coupé von HAZ-Leser Karl-Heinz Steffen an. Wer selbst einmal Testfahren möchte: Die Stadtwerke Hannover (enercity) ermöglichen es Hannoveranern, im März selbst den E-Up eine Woche lang zu testen.

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Zum Abschluss unserer Testreihe mit dem Elektromobil E-Up wird es tatsächlich ein Beschleunigungsrennen geben. Der VW-Stromflitzer tritt gegen den Mercedes C-Klassen-Coupé von HAZ-Leser Karl-Heinz Steffen an. In den vergangenen Tagen hat der Wagen schon etliche weitere Tests unserer Leser absolviert.

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