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Aus der Stadt "Behinderte Schüler länger unterstützen"
Hannover Aus der Stadt "Behinderte Schüler länger unterstützen"
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18:52 23.11.2016
Von Saskia Döhner
Geistig behinderte Kinder an Regelschulen sollen besser unterstützt werden.
Geistig behinderte Kinder an Regelschulen sollen besser unterstützt werden. Quelle: Oliver Berg
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Hannover

An den Förderschulen würden Schüler bis zur 10. Klasse unterstützt, damit etwa lernschwache Kinder einen Hauptschulabschluss ablegen könnten, heißt es in einer Resolution, die am Mittwoch im Schulausschuss vorgestellt worden ist. Wer zu einer Regelschule gehe, dürfe nicht benachteiligt werden.

Zudem rügt der Inklusionsbeirat, dass geistig behinderte Schüler, die auf eine Regelschule gehen, nur bis mittags von Sonderpädagogen unterstützt werden können. Nachmittags seien sie sich selbst überlassen. Diese Ressource sei nicht angemessen für den Besuch einer Ganztagsschule. Die Kinder müssten auch uneingeschränkt an den Nachmittagsangeboten teilnehmen können. Stephanie Matz (CDU) wies darauf hin, dass dies nicht nur für geistig behinderte Schüler gelte, sondern für alle mit Förderbedarf, also etwa auch verhaltensauffällige.

Der Inklusionsbeirat, der den Schulausschuss nur beraten darf, aber keine Beschlüsse durchsetzen kann, setzt sich außerdem dafür ein, dass geistig behinderte Schüler an Regelschulen auch in den Jahrgängen 9 und 10 weiterhin von Sonderpädagogen unterstützt werden, wenn Eltern sie nicht auf die Werkstufe einer Förderschule schicken wollen.

Weiterführende Schulen sollten ab Klasse 5 nach Ansicht des Inklusionsbeirates sowohl personenbezogene Förderung als auch eine generelle sonderpädagogische Grundversorgung erhalten, hieß es. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hatte jüngst erklärt, dass man dies prüfe.

Saskia Döhner 23.11.2016
Saskia Döhner 23.11.2016
Conrad von Meding 24.11.2016