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Aus der Stadt Der Umbau des Eilenriedestadions beginnt
Hannover Aus der Stadt Der Umbau des Eilenriedestadions beginnt
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20:05 16.06.2015
Demnächst rücken die Bagger im Eilenriedestadion an, und das Spielfeld wird um 90 Grad gedreht. Quelle: Petrow
Hannover

Generationen hannoverscher Schüler haben im Eilenriedestadion ihre Bundesjugendspiele absolviert. Einer von ihnen war Thorsten Oppitz. Nächste Woche kehrt er in das Stadion gegenüber des Kongresszentrums zurück – aber nicht, um Sport zu treiben, sondern um es komplett umzubauen. Oppitz ist Chef der Gartenbaufirma Kretschmer, und die hat den Zuschlag für den Sportstättenbau erhalten. „Als Hannoveraner bin ich ein ,Roter‘ und total stolz, dass wir diesen Auftrag gewonnen haben und an diesem Projekt arbeiten dürfen.“

Rund 25 Millionen Euro investiert 96 in sein neues Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), das am Standort des in Teilen denkmalgeschützten Eilenriedestadions an der Clausewitzstraße entsteht. Zahlreiche Firmen hatten sich um die Aufträge beworben, unter anderem die Strabag Sportstättenbau aus Dortmund, einer der deutschen Platzhirsche auf dem Gebiet. In der vergangenen Woche sind die Entscheidungen gefallen und die Aufträge rausgegangen, wie Chefplaner Claus Peter Schulze (Schulze Partner Architekten) bestätigt. Außer Kretschmer sind noch zwei weitere hannoversche Firmen bei den Großaufträgen des Vorhabens dabei: Munte wird die drei zusätzlichen Gebäude für das (NLZ) auf dem Gelände errichten, das Wunstorfer Unternehmen Tessmer wird den Wegebau erledigen.

Die historische Tribüne des Stadions und die beiden Torhäuser am alten Zuschauereingang bleiben. Der große Sportplatz aber wird um 90 Grad gedreht, er erhält zwei neue Tribünenaufbauten, zusätzlich entsteht hinter der alten Tribüne der große Neubau für das Zentrum. Die Ausschreibungen, mit denen die Firmen gefunden wurden, haben offenbar keine bösen Überraschungen beschert, sagt Architekt Schulze. „Wir sind im Zeit- und Kostenplan.“

Kretschmer hat den Auftrag, die große Sportfläche und sechs weitere Sportplätze zu erstellen – bis auf die Rasenheizung, für die ein Unternehmen aus Österreich engagiert wurde.

Zunächst aber startet jetzt das Ausbaggern der Grünanlagen. Drei bis vier Monate etwa werde es dauern, schätzt Kretschmer-Chef Oppitz. 25 000 Tonnen Boden müssen bewegt werden, die Wallanlagen sind abzutragen und auch die Betonstufen, auf denen viele Hundert Meter Holzbänke montiert sind. Parallel begännen aber schon die anderen Arbeiten, sagt Planer Schulze. „Wir bauen schließlich im Bestand, und das Training der Jugendlichen im Nachwuchsleistungszentrum muss ja auch weitergehen.“ Sie bleiben zunächst in den Räumen unter der denkmalgeschützten Tribüne, bis das neue NLZ-Gebäude fertig ist und sie dorthin umziehen können. Dann werden die historischen Bereiche umgebaut. 2017 soll das neue Nachwuchsleistungszentrum fertig sein.

Von Conrad von Meding und Susanna Bauch

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