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Aus der Stadt Vom Flüchtling zum Kamera- und Tonmann
Hannover Aus der Stadt Vom Flüchtling zum Kamera- und Tonmann
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00:15 13.09.2016
Von Saskia Döhner
Murtaza Rashidi lässt sich an der Hochschule Hannover zum Mediengestalter umschulen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Draußen auf dem Trammplatz macht die AfD ihre Abschlusskundgebung und Hunderte Gegendemonstranten drücken laut ihren Unmut kund. Drinnen im Rathaus baut der afghanische Flüchtling Murtaza Rashidi für den Lokalsender H 1 die Technik für die Wahlberichterstattung am Sonntag auf.

Ob ihn die Hassreden gegen Ausländer und die grimmingen Blicke stören? "Ich mache hier nur meine Arbeit", sagt der 31-Jährige mit sanfter Stimme, "was da draußen ist, interessiert micht nicht." Vor vier Jahren ist er aus Afghanistan geflohen. Als Moderator und Filmemacher war er - "wie alle Menschen, die in Afghanistan was mit Medien machen, besonders die Journalisten" - in seiner Heimat nicht mehr sicher. Mit Politik habe er seitdem abgeschlossen, sagt er.

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Seit Anfang August lässt er sich bei der Hochschule Hannover zum Mediengestalter für Bild und Ton umschulen. "Wir wollten etwas für Flüchtlinge tun, was Bestand hat, nicht einfach nur Geschenke vorbeibringen", sagt sein Ausbilder Frank Besler. Von Murtazas Deutschkünsten ist er genauso begeistert wie sein Kollege Joachim Haas. Ein Jahr hat es gedauert, bis die Formalitäten geklärt waren und Murtaza seine Ausbildung beginnen konnte.

Für den Vater zweier kleiner Töchter (ein und vier Jahre alt) ist dies auch die Chance auf ein neues, normales Leben. "Ich habe an viele Türen geklopft, aber immer kamen nur Absagen." Nun startet er durch. Und sorgt dafür, dass morgen mit der Technik bei H 1 am Wahlabend alles klappt.

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