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Aus der Stadt DHL bringt Pakete am Sonntag
Hannover Aus der Stadt DHL bringt Pakete am Sonntag
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13:27 21.06.2015
Am Sonntag: DHL liefert Pakete auf der Limmerstraße aus.
Am Sonntag: DHL liefert Pakete auf der Limmerstraße aus. Quelle: Suppa
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Hannover

Mit Einkaufsgutscheinen und Zuschlägen hat die Deutsche Post um freiwillige Zusteller geworben. Die Aushilfen sollten unter dem Motto "Sonntag wird Deutschland Gelb" die Zustellung übernehmen und liegen gebliebene Sendungen an den Kunden überbringen. Die Pressestellen der Deutschen Post hielten sich, sowohl regional als auch bundesweit, auf Anfragen der HAZ am Sonntagmorgen bedeckt. "Zahlen über tatsächliche Auslieferungen am Sonntag seien frühstens am Montag zu erwarten", sagte die Pressesprecherin Christina Neuffer.

"Ja, wir fahren heute eine Sonderschicht, es ist viel liegengeblieben in der vergangenen Woche", sagte ein DHL-Mitarbeiter am Sonntagmittag. "Es wurden tatsächlich viele freiwillige Helfer gefunden". Die Kunden freuten sich sehr über die ungewöhnliche Sonntagslieferung, sagte der Mitarbeiter. "Sie haben schon auf ihre Sendungen gewartet".

In den sozialen Netzwerken, wie Facebook und Twitter, schrieben der HAZ zahlreiche Nutzer von ihrer Paketzustellung am Sonntag. Offenbar konnte die Deutsche Post zahlreiche Freiwillige finden, die sich über den Streik von Verdi hinwegsetzen.

Verdi fordert Stopp von Post-Zustellung am Sonntag

Im Post-Tarifkonflikt fordert Verdi einen Stopp der Sonntags-Zustellung liegengebliebener Briefe und Pakete. Die Aktion des Unternehmens ist nach Ansicht der Gewerkschaft "ungesetzlich".

Verdi NRW forderte das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium und die fünf Bezirksregierungen auf, die nicht genehmigte, "ungesetzliche Sonntagsarbeit bei der Deutschen Post AG zu unterbinden." Uwe Speckenwirth, Verdi-Fachbereichsleiter Postdienste, sagte der Deutschen Presse-Agentur, allein in NRW seien 260 Paketzusteller am Sonntag mit "sanftem Druck und 100 Euro Zulage nach Düsseldorf beordert" worden, um an der bundesweiten Aktion teilzunehmen.

Eine Unternehmenssprecherin sagte dazu: "Wir halten uns an alle gesetzlichen Regelungen." Die Post-Streiks - bisher haben laut Verdi gut 25.000 Tarifkräfte die Arbeit niedergelegt - gehen in die dritte Woche.

fgr/sup

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