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Aus der Stadt Zwei neue Frauen für die Regionsspitze
Hannover Aus der Stadt Zwei neue Frauen für die Regionsspitze
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00:16 20.01.2018
Christine Karasch (li.) soll Umwelt-, Andrea Hanke Sozialdezernentin der Region werden. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

 Zwei bisher in Hannover unbekannte Frauen besetzen künftig zwei wichtige Posten in der Regionsverwaltung: Andrea Hanke (57), derzeit Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend bei der Stadt Braunschweig soll neue Sozialdezernentin der Region und damit Nachfolgerin von Erwin Jordan werden. Der Posten des Planungs- und Umweltdezernenten, den derzeit noch Axel Priebs inne hat, soll mit Christine Karasch (48) aus dem münsterländischen Rheine besetzt werden. Sie ist in der Kommune als Beigeordnete derzeit für den technischen Bereich zuständig.

Regionspräsident Hauke Jagau präsentierte am Mittwochnachmittag die beiden Vorschläge. Karasch ist Kandidatin der CDU, die parteilose Hanke wurde von der SPD ausgewählt. Beide Kandidatinnen sollen in einer Sondersitzung der Regionsversammlung am 7. Februar gewählt werden. Eine Amtsperiode läuft über acht Jahre. Eigentlicher Amtsantritt ist der 1. April, Jordan und Priebs hören Ende März auf. Vermutlich werden beide Frauen aber einige Monate später antreten. Während Priebs als Hochschullehrer nach Wien geht, verabschiedet sich der Grünen-Mann Jordan in den Ruhestand. 

Beide Frauen seien die qualifiziertesten Bewerber für die Posten gewesen, sagte der Regionspräsident. Sowohl Hanke als auch Karasch hätten Führungserfahrung und verfügten über große kommunalpolitische Erfahrung.  

Die designierte Sozialdezernentin Hanke ist in Hannover geboren und hat in Lehrte Abitur gemacht, bevor sie in Hannover Geschichte und Management studierte. Die promovierte Historikerin kam über Stationen in den Stadtverwaltungen, Lehrte, Hildesheim und Stade als Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport nach Münster. Seit 2015 ist sie Stadträtin in Braunschweig. Hankes Ehemann lebt in Lehrte, sie überlegt jetzt, sich in Hannover eine Wohnung zu suchen. 

Karasch, die den Umwelt- und Planungsbereich übernehmen soll, ist Juristin und seit 18 Jahren in Kommunalverwaltungen tätig. Die gebürtige Kasselerin ist in der 75 000-Einwohner-Stadt Rheine derzeit für die Bereiche Planen, Bauen, Recht und Ordnung zuständig.  

Weitere Dezernenten an der Regionsspitze sind Andrea Fischer (Finanzen, Grüne), Ulf-Birger Franz (Wirtschaft, Verkehr und Bildung, SPD) und Cora Hermenau (Öffentliche Gesundheit und Sicherheit, CDU). An der Spitze der Dezernentenriege steht Regionspräsident Jagau. Damit sind künftig vier der Posten in der Regionsspitze mit Frauen besetzt und zwei mit Männern. 

Im Vorfeld hatte die beiden Parteien der Großen Koalition nach eigenen Angaben Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche. Geeignete Bewerber seien zum Teil auf Staatssekretärs- oder Abteilungsleiterposten in der neuen von SPD und CDU gebildeten Landesregierung in Hannover gelandet. Andere würden noch auf einen Posten in einer möglichen Großen Koalition in Berlin lauern, hieß es. 

 

Von Mathias Klein

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