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Aus der Stadt Diakonie zahlt weniger Weihnachtsgeld
Hannover Aus der Stadt Diakonie zahlt weniger Weihnachtsgeld
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00:27 25.10.2014
Von Andreas Schinkel
Foto: Mitarbeitervertreter haben den Plänen zur Kürzung des Weihnachtsgeldes bereits zugestimmt.
Mitarbeitervertreter haben den Plänen zur Kürzung des Weihnachtsgeldes bereits zugestimmt. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Hannover

Die Diakonischen Dienste Hannover (DDH) kürzen allen 4500 Mitarbeitern das Weihnachtsgeld um 20 Prozent. Auf die Regelung haben sich jetzt Mitarbeitervertreter und Arbeitgeberseite geeinigt. Grund für die Lohneinbußen ist ein Defizit von mehr als 2,8 Millionen Euro aus dem Jahr 2013. Noch müssen Mitarbeiter und Gewerkschaft dem Verhandlungsergebnis zustimmen. „Ich gehe aber von einem breiten Einverständnis aus“, sagt der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Georg Cravillon. Auch die DDH-Leitung gibt sich zufrieden. „Wir werten die Einigung als neuerlichen Beleg für die spürbare Verbesserung der Atmosphäre zwischen Konzernleitung und Mitarbeitervertretung“, sagt DDH-Sprecher Achim Balkhoff.

Die Diakonischen Dienste betreiben unter anderem die drei Krankenhäuser Friederiken-, Henrietten- und Annastift. Das Management befürchtet, dass die Defizite in den kommenden Jahren auf 7 bis 8 Millionen Euro steigen. Daher sollen die drei Häuser zu einem Gesundheitskonzern verschmelzen, die Standorte der Einrichtungen bleiben erhalten.

Jeder Mitarbeiter bekommt gleiche Kürzung

Die DDH-Mitarbeiter hatten sich bisher erfolgreich gegen Lohneinbußen gewehrt. Manche zogen sogar vor Gericht, doch die Konflikte seien jetzt beigelegt, sagt Personalvertreter Cravillon. Die Entspannung sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Kürzungen solidarisch von allen Mitarbeitern getragen werden.

Jeder muss bei seinem Weihnachtsgeld, der sogenannten Jahressonderzahlung, einen Verlust von 20 Prozent hinnehmen, ganz gleich in welcher Höhe der Sondertarif zuvor ausgezahlt wurde. Jetzt geht es darum, den Stellenabbau auszuhandeln, den die Fusion der Krankenhäuser mit sich bringen dürfte, sagt Cravillon, bekräftigt aber: „Mit uns gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen.“

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