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Aus der Stadt Diana P. muss in psychiatrisches Krankenhaus
Hannover Aus der Stadt Diana P. muss in psychiatrisches Krankenhaus
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00:16 09.07.2016
Von Jörn Kießler
Symbolbild Quelle: Archiv
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Hannover

Sie selbst war auch noch während des sogenannten Sicherungsverfahrens vor der 12. Großen Strafkammer der Meinung, dass sie die Opfer nur beleidigt, nicht jedoch attackiert habe.

Das führte dazu, dass nicht nur die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragte. Auch P.s eigener Rechtsanwalt Matthias Fiedler sprach sich dafür aus, dass sich seine Mandantin in psychiatrische Behandlung begeben sollte. „Im Fall, dass das Gericht die Lage so einstuft, dass eine Gefahr von meiner Mandantin ausgeht, verstehe ich auch die Unterbringung“, sagt Fiedler.

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Da sich beide Parteien in diesem Punkt einig waren, folgte der Vorsitzende Richter Michael Schweigert dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ zudem einen Unterbringungsbefehl. Das bedeutet, dass P. zwar eine Woche Zeit hat, gegen das Urteil das Rechtsmittel der Revision einzulegen. Bis über diese entschieden wird, bleibt sie jedoch nicht auf freiem Fuß, sondern muss in einer psychiatrischen Klinik bleiben.

P. wurde daraufhin direkt nach der Verhandlung in das Maßregelvollzugszentrums Niedersachsen nach Moringen gebracht. „Zuvor erklärte sie jedoch noch, dass sie nicht mit der Entscheidung des Gerichts einverstanden sei“, sagt P.s Rechtsanwalt Fiedler. Noch vor dem Verlassen des Saales beauftragte die 35-Jährige ihn, gegen das Urteil Revision einzulegen.

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