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Aus der Stadt Ein Toaster für Marshmallows
Hannover Aus der Stadt Ein Toaster für Marshmallows
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00:15 07.07.2013
Von Bernd Haase
Foto: Auf der IdeenExpo wird es viel zu entdecken geben.
Auf der IdeenExpo wird es viel zu entdecken geben. Quelle: Surrey
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Hannover

Dort gewährten die neun größten Aussteller, darunter Siemens, Volkswagen und die Autostadt Wolfsburg, das niedersächsische Handwerk und NiedersachsenMetall, einen Einblick in das, was sie auf dem Messegelände zeigen wollen. Niedersachsen Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic sah sich alles an und sagte, die IdeenExpo greife „ein Thema auf, das uns auch politisch bewegt: den drohenden Fachkräftemangel“.

Heinen-Kljajic durfte sich in einen schnittigen Volkswagen XL1 setzen, das Ein-Liter-Auto, das in Kleinserie in Osnabrück gefertigt wird. „Das Auto verkörpert das heute Machbare“, sagt Prof. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung und der Auto-Uni von VW in Wolfsburg. Deshalb zeige man es auf dem Messegelände in Hannover, wo man Nachwuchs für ein Ingenieurstudium oder eine Technik-Ausbildung gewinnen wolle. Hochtechnologie zeigt auch Siemens in Form eines Modells des Mars-Fahrzeuges Curiosity.

Einen Vorgeschmack auf die IdeenExpo gaben die neun größten Aussteller, darunter Siemens, Volkswagen und die Autostadt Wolfsburg, das niedersächsische Handwerk und NiedersachsenMetall, im Gartensaal des neuen Rathauses.

An dessen Entwicklung durch die Nasa waren die Münchener beteiligt, indem sie die notwendige Industriesoftware lieferten. „Das Herzstück der IdeenExpo waren schon immer die Exponate zum Anfassen und Ausprobieren“, sagt Heinen-Kljajic. Bei Siemens kann man deshalb auch kleine Herzen löten, in der Abenteuerwerkstatt des Handwerks bohren, stanzen, feilen und sägen. Die Autostadt zeigt einen 60 Jahre alten Kinderrennwagen namens Cuno Bistram. „Mit zwei Schulen starten unsere Pädagogen den Versuch, einen Rennwagen nach historischem Vorbild, aber mit zukunftsweisendem Antriebskonzept zu konstruieren“, erklärt Kreativdirektorin Maria Schneider. Die Ergebnisse sollen dann in zwei Jahren bei der übernächsten IdeenExpo gezeigt werden.

Ob die Welt dagegen einen Toaster für für die Süßigkeit Marshmallows braucht, sei dahingestellt. Auf jeden Fall gibt es jetzt einen. Schüler des Johannes-Althusius-Gymnasiums aus Emden haben sich des Problems angenommen, das jeder kennt, der schon einmal Marshmallows geröstet hat. Die süße Masse gerät beim Erhitzen ins Fließen und läuft vom Haltestöckchen. Dank den Emdenern muss das nicht mehr so sein. Sie haben einen kastenförmigen Toaster und spezielle Holzstäbchen entwickelt. Die stecken im Gerät in rotierenden Hülsen, deren Drehbewegung bewirkt, dass die Masse kompakt und beieinander bleibt.

Mit dieser Entwicklung gehört das Johannes-Althusius-Gymnasium zu den 25 Schulen, die sich für das Finale des Schülerwettbewerbs der Stiftung NiedersachsenMetall qualifiziert haben. Die endgültigen Sieger werden während der IdeenExpo gekürt. Es dürfte spannend werden: Neben dem Marshmallow-Toaster gehen unter anderem eine Fusselsiebkontrolle für Waschmaschinen und eine Handcreme, die Tintenflecken vermeidet, ins Rennen.

07.07.2013
Andreas Schinkel 04.07.2013
Bernd Haase 07.07.2013