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Aus der Stadt Hannover ist die „Königin der B-Städte“
Hannover Aus der Stadt Hannover ist die „Königin der B-Städte“
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00:17 30.09.2017
Von Susanna Bauch
Nationale Toplage – und die Umsätze steigen leicht: Die Georgstrßae in der City erhält im Immobilienmarktbericht gute Noten.
Nationale Toplage – und die Umsätze steigen leicht: Die Georgstrßae in der City erhält im Immobilienmarktbericht gute Noten. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Hohe Nachfrage und weniger Angebote: Das gilt in Hannover sowohl für Wohnungen wie auch für Büroflächen und Einzelhandel. In der Folge ziehen fast überall die Mietpreise an – allein die Spitzenmieten im Einzelhandel etwa an der Georgstraße stagnieren oder gehen sogar leicht zurück.

Am Mittwoch haben Region, Stadt und das Beratungsunternehmen Bulwiengesa den Immobilienmarktbericht 2017 vorgestellt. „In der Region Hannover verzeichnen wir auf dem Immobilienmarkt weiter ein ordentliches Wachstum“, betont Bulwiengesa-Vorstand Andreas Schulten. Weiterhin sei Hannover der bedeutendste Immobilienstandort nach den sieben sogenannten A-Städten. Allerdings bedürfe es vor allem im lokalen Einzelhandel neuer Konzepte.

Einzelhandel muss aufholen

„Wenn man aus dem Bahnhof kommt, und rechts ist ein Einkaufszentrum und gegenüber ein klassisches Warenhaus, dann wird das irgendwann zum Problem“, sagt Schulten. „Hipster-Gegenden“, also Einkaufsquartieren mit kreativen Geschäften, gehöre ein Teil der Zukunft. Auch mehr Gastronomie sei wichtig für Innenstädte, „aber da ist Hannover schon ganz gut versorgt“. Da der Anstieg der Spitzenmieten im Einzelhandel jetzt gestoppt sei, werde es spannend, wie sich die Zukunft der City gestalte, so Schulten weiter.

Auch der Hotelmarkt sei auf dem Vormarsch. „An Glamour-Faktor fehlt es in Hannover zwar, da es mehr Brot- und Butterhotels als Fünfsterneunterkünfte gibt, aber die Häuser sind gut ausgelastet“, sagt Schulten. Zudem seien in den kommenden fünf Jahren neun Hotelneubauten mit rund 1800 Zimmern geplant.

Regions-Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz hebt vor allem die dynamische Entwicklung im Bereich Logistik hervor: „Dank der steigenden Nachfrage nach Flächen können wir auch industrienahe Logistikarbeitsplätze schaffen.“ Auch die Erneuerung von Forschungs- und Entwicklungszentren beweise, dass „Hannover an den Zukunftsthemen dran ist.“

Nachfrage übersteigt Angebot

Die städtische Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette sagt, es gebe vor allem im Wohnungssektor Handlungsbedarf. „Die Nachfrage vor allem nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot bei Weitem.“ Derweil werde Baurecht für 10 000 neue Wohnungen für die kommenden Jahre geschaffen. Auch auf dem Bürosektor werde der gestiegenen Nachfrage Rechnung getragen und gebaut. „Das Stadtbild wird sich dadurch deutlich verändern – eine gute Entwicklung“, sagt Tegtmeyer-Dette.

Büroimmobilien: Die Mieten ziehen auf 15,30 Euro pro Quadratmeter in Innenstadtlagen an. Der Leerstand ist auf 4,6 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig werden bis 2020 etwa 270 000 Quadratmeter Büroflächen neu gebaut oder saniert.

Logistik: Die Region Hannover ist bei Logistikanbietern beliebt. Rund 350 000 Quadratmeter Hallen sowie 30 000 Logistik-Büroflächen sind bis 2020 geplant. Mieten steigen auf 4,60 Euro pro Quadratmeter.

Einzelhandel: Die City gehört zu den nationalen Toplagen, trotz Internet-Konkurrenz sind die Umsätze leicht gestiegen. 2016 haben die Spitzenmieten in 1a-Lagen einen Höhepunkt erreicht, im Verlauf des ersten Halbjahres 2017 wird ein Absinken auf 195 Euro (5 Euro weniger als 2016) erwartet. Spitzenmieten werden aber nur vereinzelt erreicht, die Durchschnittsmiete in Innenstadtlage beträgt 145 Euro.

Wohnraum: Neubau-Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen liegen bei 5500 Euro pro Quadratmeter, der Schnitt bei 3800 Euro. Durch Wohnbauinitiativen von Stadt und Region stehen in den kommenden Jahren aber 90 Millionen Euro für kostengünstigen neuen Wohnraum zur Verfügung.

Der Immobilienmarktbericht 2017 zum Herunterladen

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