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Aus der Stadt Die "Nacht der Pferde" begeistert 5000 Zuschauer
Hannover Aus der Stadt Die "Nacht der Pferde" begeistert 5000 Zuschauer
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10:58 03.12.2011
Von Nicola Zellmer
Ein bisschen gruselig, ein bisschen Mittelalter: Die Stuntreiter zeigen eine eindrucksvolle Show. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Erst wussten die Besucher der „Nacht der Pferde“ am Freitagabend nicht, was sie von der Szenerie halten sollten. Dunkel war’s und ein bisschen gruselig, wie im Mittelalter. Dann brennt ein kleiner Pavillon – und Roland Heiß reitet freihändig und mit zwei Fackeln in den Händen in die Bahn. Mit seiner ebenso feurigen wie anmutigen Dressur erobert er das Publikum im Sturm. Anschließend inszenieren die französischen Stuntreiter von Cavalcade eine Ritterschlacht, bei der es so richtig zur Sache geht.

Doch auch leise Töne, Humor und Leidenschaft hatten ihren Platz im Showprogramm – Emotionen waren eindeutig inbegriffen. Etwa bei dem französischen Paar Frédéric Pignon und Magali Delgado. Ihr gemeinsamer Ritt zu leidenschaftlicher Tangomusik wirkt nicht einstudiert, sondern eher wie ein vertrauter Tanz. Pignon braucht für sein Pferd nicht einmal eine Trense mit Gebiss. Auch Magali Delgado scheint mit ihrem Tier verwachsen, lenkt es mit den kleinsten Hilfen. Aber das allerbeste kommt zum Schluss: Dann darf Magalis Pferd mit einem riesigen Ball durch die Manege tollen.

Auf ihre Kosten kamen die rund 5000 Zuschauer in der ausverkauften Messehalle gestern Abend aber auch bei den weiteren, klug ausgesuchten Programmpunkten. Um präzise Körperbeherrschung geht es dann bei den internationalen Voltigierteams, die Trainer Lars Hansen zusammengebracht hat. Sie liefern sich auf dem Pferderücken einen nicht ganz ernst gemeinten Länderkampf um die beste Akrobatik.

Zwischendurch begeistern Lieblingsnummern wie die temperamentvollen Isländer und die entspannten Westernreiter die Zuschauer. Für Humor sorgt die Französin Mélie Philippot, die mit ihrem „Löwen“-Pony Luma die Gladiatorenzeit wieder lebendig werden lässt – bevor Frédéric Pignon bei seiner Freiheitsdressur zeigt, was Vertrauen leisten kann.

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