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Aus der Stadt Region will Gesundheitsversorgung verbessern
Hannover Aus der Stadt Region will Gesundheitsversorgung verbessern
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18:17 02.03.2016
Die Region will die medizinische Versorgung verbessern.
Die Region will die medizinische Versorgung verbessern. Quelle: HAZ
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Hannover

Mit einer Diskussionsveranstaltung hat die Region das Projekt am Mittwoch in Hannover vorgestellt. Die Gesundheitsregion geht auf eine Anregung des Landes Niedersachsen zurück, das auch alle anderen Landkreise bei dem Projekt unterstützt. Ziel ist es, möglichst viele Lösungsansätze zu erhalten, die auf andere Landkreise übertragen werden können, erläuterte Landesgesundheitsministerin Cornelia Rundt bei der Diskussionsveranstaltung im Regionshaus. Das Ministerium will einzelne Projekte finanziell unterstützen.

Ein Projekt, das die Region vorantreiben möchte, könnte zum Beispiel eine wesentlich bessere Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Akteuren im Gesundheitswesen wie Ärzte, Kliniken und Pflegediensten sein. Als Beispiel nannte der Vizepräsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Andreas Tecklenburg, einen Patienten, der mit Beschwerden zum Arzt kommt. Der Patient berichtet dem Arzt, dass er bereits vor einigen Jahren in der MHH mit ähnlichen Problemen behandelt worden sei, kann sich aber an die Diagnose nicht mehr erinnern. "Es wäre sehr sinnvoll, wenn der Arzt dann sofort Zugriff auf die Patientenakte in der MHH hätte", erläuterte Tecklenburg.

Ein weiteres Ziel könnte zum Beispiel sein, die Patienten besser zu lenken, meinte Tecklenburg. In die MHH kämen jedes Jahr rund 20000 Patienten in die Notfallaufnahme, die dort gar nicht hingehörten, berichtete er. Viele von ihnen wüssten gar nicht, dass sie zu niedergelassenen Ärzten gehen könnten, betonte Tecklenburg. "Wenn wir diese Zahl halbieren können, dann haben wir viel erreicht", sagte er.

Die Region hat vom Land 50000 Euro Anschubfinanzierung erhalten, 140000 Euro jährlich steuert die Region selbst bei. Hermenau wies besonders auf die ständig alternde Bevölkerung hin, darauf müsse die Region rechtzeitig reagieren. In der Region Hannover gehe es neben einer besseren Vernetzung um eine gute medizinische Versorgung auch an den Rändern der Region und um Ideen für die Pflege älterer Menschen, zum Beispiel die Unterstützung helfender Angehöriger. "Wir wollen, dass die medizinische Versorgung auch in 20 Jahren optimal ist", betonte sie in der Diskussion, die von HAZ-Redakteur Conrad von Meding geleitet wurde.

Rund 150 Zuhörer waren ins Regionshaus gekommen. Für den 3. Juni ist ein Gesundheitskongress für die Region geplant, auch dann sollen Bürger teilnehmen können. Die einzelnen Projekte, die bis zum Herbst im Ministerium angemeldet werden sollen, bereitet eine Steuerungsgruppe mit zahlreichen Medizinexperten aus der Region vor.

Zur Steuerungsgruppe gehört auch der Burgwedeler Bürgermeister Axel Dücker. Er will sich unter anderem für Projekte stark machen, die demente Menschen dabei unterstützen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Seine Kommune habe bereits Wohnberater, aber auch schon bei der Stadtplanung müssten Wohnungen für Demente berücksichtigt werden. Denn in diesen Fällen sei es nicht so einfach einen Platz in einem speziellem Pflegeheim zu finden.

Von Mathias Klein

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