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Aus der Stadt Grüne wollen mehr Wohnungen fürs Umland 
Hannover Aus der Stadt Grüne wollen mehr Wohnungen fürs Umland 
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12:15 11.12.2017
Der Bau neuer Wohnungem, wie hier in Laatzen, ist dringend nötig.  Quelle: Archiv
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Hannover 

 Angesichts der Wohnungsnot schlägt die Regionsfraktion der Grünen vor, auf die geplante Senkung der Regionsumlage zu verzichten und das Geld stattdessen für den Bau von Wohnungen und der dafür nötigen Infrastruktur wie Kitas und Grundschulen zu verwenden. Wie Fraktionschefin Brigitte Nieße im Gespräch mit der HAZ sagte, bräuchten besonders die finanzschwachen Umlandkommunen die Unterstützung der Region. Ziel sei der Bau von 4000 Wohnungen pro Jahr bis zum Jahr 2025. 

Die zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 17,5 Millionen Euro durch die gestrichene Entlastung der Kommunen sollten nach Ansicht der Grünen zum einen für die direkte Förderung des Wohnungsbaus verwendet werden. Die dafür im Haushalt von 2018 von der Regionsverwaltung vorgesehene Summe von 4,6 Millionen Euro soll nach der Vorstellung der Grünen verdoppelt werden. 

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Außerdem sollte die Region einen Grundstücksfonds auflegen, mit dessen Hilfe finanzschwache Kommunen beim Kauf von Grundstücken für neue Wohnhäuser unterstützt werden können, sagte Finanzexperte der Fraktion, Michael Dette. Erheblichen Finanzbedarf gibt es auch bei den Grundschulen und beim Personal für die Kitas, meinte er. „Viele Kommunen halten sich beim Wohnungsbau zurück, weil sie die Folgekosten wie zum Beispiel die Erweiterung der Grundschule fürchten“, berichtete Dette. Daher müsse auch in diesem Punkt mit einem Schulbaufonds geholfen werden. 

Nach Ansicht der Grünen sollten vor allem in den Umlandkommunen der Wohnungsbau gefördert werden. Allerdings dürften die neuen Gebäude nicht jenseits von Haltestellen und Einkaufsmöglichkeiten entstehen. Damit die Kommunen gut beraten werden können, schlagen die Grünen die Bildung eines Teams „Wohnungsbau“ in der Regionsverwaltung vor. 

Trotz des Schwerpunktes beim Wohnungsbau sollen die Kernthemen der Grünen wie die Umwelt- und die Verkehrspolitik auch künftig nicht vernachlässigt werden, sagte der stellvertretende Fraktionschef Ulrich Schmersow.  

Von Mathias Klein