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Aus der Stadt Schullandheime kommen wieder in Mode
Hannover Aus der Stadt Schullandheime kommen wieder in Mode
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07:11 16.05.2017
Von Bernd Haase
Besonders beliebt: Die Riepenburg bei Hameln. Foto: Region Hannover
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Hannover

Darüber kann sich die Behörde auch aus finanziellen Gründen freuen. Der Zuschussbedarf sank auf 250.000 Euro und damit von 14 Euro pro Nacht auf nur noch 7,50 Euro.

Im Durchschnitt waren die drei Landheime 2016 zu 42 Prozent ausgelastet. Weil es in früheren Jahren teilweise nur 30 Prozent waren, hatte es zwischenzeitlich Debatten um die Zukunft der Heime gegeben. Das ist vom Tisch. Die Region hatte sich stattdessen entschlossen, in die von der Ausstattung her in die Jahre gekommenen Einrichtungen zu investieren. „Die Ausdauer hat sich gelohnt“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region. In Zukunft werde es darum gehen, die Leistungen der einzelnen Landheime inhaltlich und qualitativ weiterzuentwickeln.Die Ansage gilt vor allem für das mit 54 Betten kleinste der drei Häuser in Nieblum. Es hat zuletzt im Gegensatz zu den beiden anderen sogar einen leichten Besucherrückgang verzeichnet. Besserung erhofft sich die Region durch den Bau eines neuen Übernachtungs- und Seminarhauses, den sie sich 2 Millionen Euro kosten lässt.

Bei den Schulen der Region ist besonders die Riepenburg bei Hameln beliebt. Das Haus liegt direkt am Waldrand in einem Naturschutzgebiet und hat keine Anbindung an Bus und Bahn. Die Abgeschiedenheit gilt sogar als Trumpf. Die zweite wichtige Besuchergruppe sind Sportler; das Heim hat ein speziell auf Rugby-Spieler zugeschnittenes Angebot im Programm.

In das Landheim im Torfhaus, gelegen direkt am Goetheweg zum Brocken, hat die Region insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro investiert und dafür unter anderem das Dachgeschoss umgestaltet. Außerdem sind zeitgemäßere Seminar- und Unterrichtsräume entstanden. Das mit 115 Betten größte Heim der Region verzeichnet auch die höchsten Besucherzahlen; 2016 lagen sie bei 16.000. Nur knapp 40 Prozent entfallen dabei auf Schülergruppen, was aber auch Möglichkeiten eröffnet. „Die traditionell nicht durch Schulen nachgefragten Zeiten wie Ferien, Wochenenden oder Zeugnistermine können deutlich besser vermarktet werden“, teilt die Regionsverwaltung mit.

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