Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hilfsprogramm für Brennpunktschulen soll entwickelt werden
Hannover Aus der Stadt Hilfsprogramm für Brennpunktschulen soll entwickelt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 03.03.2018
Anzeige
Hannover

 Die Stadtverwaltung  soll bis zu den Sommerferien ein Konzept zu den Brennpunktschulen entwickeln. Ein entsprechender Antrag von SPD, Grünen, FDP und der Gruppe Die Linke/Piraten ist am Mittwoch mit großer Mehrheit verabschiedet worden. Zum einen sei es nötig, eine Übersicht aufzulisten, welche Projekte und Hilfsmaßnahmen bereits gelaufen sind und welchen Effekt diese hatten, sagte Afra Gamoori (SPD). Dann sollten antragsberechtigte Schulen genannt werden. Als Kriterien gelten Standorte mit Schülern, die nur mangelnde Deutschkenntnisse  und einen hohen Förderbedarf haben, oft aus einkommensschwachen Haushalten stammen, und viele Schulschwänzer. Stephanie Matz (CDU) warnte eindringlich vor einem erneuten Ranking der Schulen. Das wirke nur stigmatisierend.

Vor Kurzem war ein entsprechendes Ranking der Grundschulen, wonach die Stadt die Standorte auswählt, die am ehesten von Sozialarbeitern unterstützt werden müssen, in die Kritik geraten. Als ein Kriterium galt da der Anteil Alleinerziehender und der ausländischer Familien. Damit könne ja wohl kaum die geschiedene Zahnärztin aus Italien gemeint sein, hatte der Sprecher der Grundschulen, Andreas Kathmann, Leiter der Grundschule Mengendamm, gesagt.

Probleme könnten nur gelöst werden, wenn sie auch benannt würden, entgegnete Adam Wolf (Piraten). Vonseiten der Lehrervertreter hieß es, die Schulen in sozialen Brennpunkten seien ohnehin bekannt. Stefan Rauhaus vom Fachbereich Schulen der Stadt sagte, ein solches Ranking wie bei den Grundschulen zur Dringlichkeit für Sozialarbeiter werde die Stadt nicht mehr veröffentlichen. 

Von Saskia Döhner

Aus der Stadt Digitalisierung steht im Fokus - Pflegebranche trifft sich zur Leitmesse
28.02.2018
Aus der Stadt Vor Kitas, Schulen, Kliniken und Altenheimen - Kurze Tempo-30-Zonen ein Erfolg – aber keine Kontrollen
03.03.2018
Aus der Stadt Haltestelle Karl-Wiechert-Allee - 96-Fan verprügelt Fahrgast in S-Bahn
03.03.2018