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Aus der Stadt Die Stauwarnung im Badezimmerspiegel
Hannover Aus der Stadt Die Stauwarnung im Badezimmerspiegel
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19:14 04.12.2013
Optimistisch: Sven Gábor Janszky ist sich sicher, dass Verbraucher künftig Filme auf digitalen Tapeten anschauen und Schokolade inhalieren. Quelle: Hagemann
Hannover

Der Journalist Sven Gábor Jánszky hat die Zukunft zum Beruf gemacht. Einmal im Jahr lädt er etwa 250 Unternehmer und Trendforscher zu einem Zukunftskongress ein und sammelt Themen, die in etwa 15 Jahren unser Leben prägen werden. Jánszky fragt, in welche Technologien Unternehmen investieren, legt die Pläne übereinander und schätzt ab, wann technologische und damit gesellschaftliche Veränderungen kommen. Denn, da ist sich Jánszky sicher, sie kommen. „Die Unternehmen sorgen dafür, dass die Verbraucher die neuen Geräte kaufen. Und sie werden sie kaufen. Einfach, weil die alten Geräte wie der Röhrenfernseher nicht mehr zu kaufen sein werden.“

Am Dienstag nahm Jánszky etwa 200 Besucher des letzten HAZ-Expertenforums in dieser Saison mit auf eine Zeitreise in das Jahr 2020. Im RP5-Veranstaltungssaal am Raschplatz stellte er Tapetenfernseher vor, Kleiderschrankmonitore, die einem sagen, was man anziehen soll, Badezimmerspiegel mit integriertem Stauwarnsystem und Sofatische, die mit dem Smartphone interagieren und die Börsenkurse kommentieren. Klassisches Fernsehen? Wird durch individualisierte Medien ersetzt. Zeitungen? Jeder Leser wird eine Art Collage klassischer Medien aufs eigene Nutzerprofil zugeschnitten bekommen, ob auf Papier gedruckt oder als modernisierte Tablet-Version. Und die gute Tasse Tee zum „Tatort“? Die kommt künftig individuell gestaltetet aus dem 3D-Drucker.

Mit der neuen Technik verändert sich nicht nur die Mediennutzung. Auch das Arbeitsleben steht in der Analyse von Jánszky vor einem Umbruch. Für den Trendforscher steht eine Periode an, die von angehender Vollbeschäftigung in Deutschland geprägt ist. Damit werden die Bedürfnisse potenzieller Arbeitnehmer immer wichtiger. „Allein der Anteil von Projektarbeitern wird auf 20 Prozent steigen“, ist sich Jánszky sicher. Das heißt, Menschen werden künftig öfter den Beruf wechseln – nicht unbedingt den Arbeitsplatz. Die Angestellten sitzen nämlich in sogenannten Coworking Spaces zusammen und arbeiten mit Menschen, die man mag, an Dingen, die für sie Sinn stiftend sind. „Die Unternehmen werden sich bemühen müssen, Arbeitnehmer gute Projekte in einem angenehmen Umfeld zu bieten.“ So mancher Forumsbesucher strahlte, andere runzelten die Stirn.

Auch der ganz persönliche Bereich des Lebens verändert sich. Galt es einst, den eigenen Körper als Schicksal zu akzeptieren, werden ihn die Menschen immer mehr optimieren. „Schon jetzt trinkt man Kaffee, um wach zu bleiben, oder Tee, um sich zu entspannen.“ Sogenanntes Brainfood werde daher kommen. Jánszky verteilte entsprechend das Gehirn anregende Getränke und Schokolade zum Inhalieren, die auf diese Weise glücklich macht, aber nicht dick.

Bei all der Zukunftsmusik empfahl der Redner am Ende seines sehr kurzweiligen Abends Unternehmern, all diese Entwicklungen doch ernstzunehmen. „Ansonsten erreichen sie ihre künftigen Kunden nicht mehr.“ Großer Applaus.

Wie man persönlich und geschäftlich weiterkommt, erfahren HAZ-Leser auch im nächsten Jahr beim HAZ-Expertenforum.

Von Jan Sedelies

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