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Aus der Stadt Üstra testet elektronische Bus-Anzeigetafeln
Hannover Aus der Stadt Üstra testet elektronische Bus-Anzeigetafeln
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20:00 08.02.2017
Die Üstra testet bis November neue, elektronische Anzeigetafeln. Quelle: Christian Link
Hannover

Der Busverkehr in Hannover steht an der Schwelle zum Informationszeitalter. Die Üstra testet auf der Linie 100/200 derzeit den Einsatz von elektronischen Anzeigetafeln an Bushaltestellen. Die Monitore, die minutengenau die Abfahrtzeit der nächsten Busse anzeigen sollen, werden in einer Testphase bis November an vier Standorten erprobt. Anschließend wird die Region Hannover entscheiden, ob und wie viel sie in die neue Technologie investieren will.

Die Üstra testet bis November den Einsatz von elektronischen Anzeigetafeln im Straßenverkehr.

Während die Echtzeitauskunft im Zugverkehr und im Stadtbahnnetz schon längst selbstverständlich ist, müssen sich die hannoverschen Busfahrgäste immer noch auf die gedruckten Aushänge an den Haltestellen verlassen. Viele andere Städte – darunter Hamburg, Bonn, Osnabrück oder Münster – sind da schon deutlich weiter. Mancherorts gehören die digitalen Anzeigetafeln seit Jahren zum Stadtbild dazu.

"Einem Praxistest unterziehen"

„Verschiedene Hersteller erhalten nun die Möglichkeit, ihre Produkte der Üstra und ihren Fahrgästen zu präsentieren und einem Praxistest in Hannover zu unterziehen“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Als Standorte für den Pilotversuch wurden jeweils vier Haltestellen an Kopernikusstraße, Königsworther Platz, August-Holweg-Platz und Lindener Marktplatz ausgewählt. Weitere Anzeigetafeln sind laut Iwannek derzeit nicht geplant. „Nach dem Pilotversuch werden die Anzeiger eventuell wieder demontiert oder durch andere Anzeigertechnik ersetzt“, kündigt der Üstra-Sprecher an.

Warten wird angenehmer

Das Nahverkehrsunternehmen erhofft sich durch die neue Technik einen Anstieg der Kundenzufriedenheit, indem sie ungewollte Wartezeiten erspart. „Echtzeitinformationen verkürzen nach Studien die gefühlte Wartezeit und ermöglichen gegebenenfalls noch kurzfristige Umplanungen“, sagt Iwannek. Die Fahrgäste könnten sich etwa noch ein Brötchen beim Bäcker holen oder sich für den Umstieg auf ein anderes Verkehrsmittel entscheiden.

Der Einsatz von Flachbildschirmen (TFT) an Bushaltestellen sei aber nicht unproblematisch. „Die TFT-Technik im Outdoor-Bereich hat verschiedene technische Nachteile in Material, Fernwirkung und Stromverbrauch, die mit dem Pilotversuch einer intensiver Prüfung unterzogen werden sollen“, sagt Iwannek.

Hannover ist Spätzünder

Manche Städte haben bereits Millionenbeträge in die digitale Anzeigetechnik investiert. Auch in Hannover wäre der Fahrgastkomfort nicht billig zu haben. „Die Kosten unterscheiden sich von Standort zu Standort je nach Aufwand der baulichen Maßnahmen, Stromzufuhr und Fundament“, erklärt Iwannek. Unabhängig vom baulichen Aufwand würde eine digitale Anzeigetafel von der einfachsten bis zur teuersten Anschaffung etwa 7000 bis 30.000 Euro kosten.     

Technische Probleme machen Üstra zu schaffen

Dank GPS-Systemen weiß die Üstra schon seit Längerem sehr genau, wo sich welcher Bus gerade befindet und wie genau er den Fahrplan einhält. Diese Daten an den Bushaltestellen anzuzeigen, ist jedoch nicht ganz einfach. „Die Anzeiger selbst sind recht zuverlässig“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. „Die Herausforderung sind die Hintergrundsysteme, die in den nächsten drei Jahren weiter optimiert werden sollen, um eine höhere Zuverlässigkeit zu erreichen.“ Alle Informationskanäle der Üstra – von der Fahrtauskunft im Internet über Üstra-App bis hin zur Anzeigetafel an der Haltestelle – würden grundsätzlich durch dasselbe Kernsystem gespeist. „Zwischen Informationsursprungsquelle und dem jeweiligem Medium sitzen aber verschiedene Systeme über mehrere Ebenen, was zu Unterschieden führen kann“, erläutert Iwannek und fügt hinzu: „Daran wird gearbeitet.“

Von Christian Link

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