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Aus der Stadt Die Welt der Bildung zu Gast in Hannover
Hannover Aus der Stadt Die Welt der Bildung zu Gast in Hannover
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06:33 20.02.2015
Lernen mit Zukunft: Das interaktive Klassenzimmer von Ricoh. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Der Versicherungsanbieter, der Lehrer auf Klassenfahrten schützen will, die Schulbuchverlage, die seit 2012 hier auch ihre digitalen Neuerscheinungen präsentieren, Ministerien, Bildungsverbände, aber auch Tierschutzorganisationen, Hygienespezialisten oder Möbelhersteller - alle, die in der Welt von Kindergärten, Schulen oder Universitäten etwas bewegen oder verkaufen wollen, präsentieren sich in der nächsten Woche auf der Didacta. Alle drei Jahre kommt die weltgrößte Bildungsmesse nach Hannover, dazwischen ist sie in Köln und Stuttgart. Bei der letzten Didacta in Hannover 2012 wurden mehr als 80.000 Besucher gezählt.

Von Dienstag an zeigen rund 750 Aussteller aus 35 Ländern die neusten Trends aus der Welt der Bildung, und das können auch eine App, die den Taschenrechner ersetzt, oder eine innovative Kampagne sein, die Kindern Lust aufs Händewaschen macht. Zudem gibt es rund 1500 Vorträge und Foren. Hauptthemen sind wie in den vergangenen Jahren auch die Einbeziehung von digitalen Medien in den Unterricht. „Es reicht nicht aus, ein interaktives Whiteboard aufzuhängen“, sagt Reinard Koslitz, Geschäftsführer des Didacta-Verbandes. Lehrer müssten auch damit umgehen können, die Lehrpläne sollten darauf abgestimmt sein. Wichtig sei es, die Pädagogen entsprechend zu schulen. Kein Wunder also, dass sich zwei Drittel der Lehrer von ihrer Schule solche Fortbildungsangebote wünschen.

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Ein Dauerbrenner auf der Didacta ist auch die Inklusion, der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap. Was im Kindergarten oder in der Schule schon weitverbreitet ist, bleibt in der Berufsausbildung oder im Studium noch unterentwickelt. Einige der positiven Beispiele werden auf der Bildungsmesse gezeigt.

Weitere Schwerpunkte sind Ganztagsausbau, Qualitätsentwicklung im Kindergarten, Lehrergesundheit und die Frage, wie man die dringend benötigten Nachwuchskräfte gewinnen kann. Sonderpädagogen und Erzieher fehlen jetzt schon, in den nächsten Jahren wird eine große Pensionierungswelle eine weitere Lücke in die Schulen reißen.

Am Stand des niedersächsischen Kultusministeriums (Halle 15, F 64) sind aus Hannover die Integrierte Gesamtschule Stöcken, die Grundschule am Stöckener Bach, die Schillerschule (Gymnasium), die Wilhelm-Schade-Förderschule, die Justus-von-Liebig-Schule, eine berufsbildende Schule sowie die Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule aus Garbsen und das Wunstorfer Hölty-Gymnasium vertreten. Die Region Hannover (Halle 15, G 37) widmet sich der Robotik und der E-Mobilität.

Die Didacta hat vom 24. bis 28. Februar täglich zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. In fünf Hallen präsentieren sich die Bereiche Kitas, Schulen und Hochschulen, neue Technologien sowie Institutionen und Ministerien. Ein Tagesticket kostet 15, ermäßigt 8 Euro, eine Nachmittagskarte ab 13 Uhr 10 Euro. Kinder bis 15 Jahre müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.

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