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Aus der Stadt Die Wertstofftonne kommt nach Hannover
Hannover Aus der Stadt Die Wertstofftonne kommt nach Hannover
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12:17 22.02.2012
Von Bernd Haase
Foto: Die O-Tonne soll 2013 nach Hannover kommen.
Die O-Tonne soll 2013 nach Hannover kommen. Quelle: Archiv
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Hannover

Der Abfallwirtschaftsbetrieb aha will im kommenden Jahr auch im Stadtgebiet Hannover seine O-Tonnen für Wertstoffe anbieten. Geschäftsführerin Kornelia Hülter nannte am Dienstag im zuständigen Ausschuss der Regionsversammlung das erste Quartal 2013 als Starttermin. Stellplätze für Wertstoffcontainer aller Art, sogenannte Wertstoffinseln, will aha nicht nur in der Stadt, sondern auch in den Umlandkommunen einrichten. Mit den Inseln will man vermeiden, dass wild aufgestellte Container etwa für Altkleider Stadt- und Ortsbilder verschandeln.

Die O-Tonne trägt ihren Namen wegen des orangefarbenen Deckels und dient als Behältnis für gelbe Säcke mit Verpackungsmüll sowie Gegenstände aus Kunststoff und Metall. Mittlerweile bietet aha diese Tonne den Bürgern fast aller Regionsstädte an; Ausnahmen sind neben Hannover noch Neustadt, Garbsen und Teilbereiche Seelzes. Mit der Nachfrage zeigt sich aha zufrieden. Anfänglich waren in den Tonnen auch Alttextilien und kleine Elektrogeräte gesammelt worden. Dieses ist wegen zwischenzeitlich aufgetretener Probleme nun nicht mehr möglich.

Das Konzept für die Wertstoffinseln wird derzeit im hannoverschen Rat diskutiert. aha will von April an im Stadtgebiet auf 280 Plätzen Behälter für Altglas-, Altpapier- und Alttextilien aufstellen. Die Stadtverwaltung in Hannover erhofft sich auf den Gemeinschaftsstellplätzen mehr Sauberkeit als bisher sowie eine Eindämmung der Containerflut. Wegen eines ungelösten Rechtsstreits stehen derzeit in Hannover 700 statt der höchstens vorgesehenen 500 Alttextilbehälter – viele davon an Plätzen, an die sie nicht gehören.

Beim Thema Stadtbild stellten Politiker im Ausschuss die Frage, ob denn für Hannover auch sogenannte Unterflurcontainer möglich seien, wie man sie beispielsweise in Düsseldorf habe. Dabei werden die Behälter unter die Straßenoberfläche versenkt. Oben befindet sich dann nur noch ein Einwurfschacht, der viel weniger Platz einnimmt. Hülter antwortete, dass aha über das technische Know-how verfüge, das für das Unterflurprinzip notwendig sei. Sie machte allerdings deutlich, dass die Finanzierung keineswegs aus dem Gebührenhaushalt bestritten werden dürfe. Damit wären die Städte am Zug, die sich überlegen müssen, ob sie das Geld für die Herrichtung der Plätze selbst aufbringen wollten.

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