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Aus der Stadt Die Wiederkehr des Welfengartens
Hannover Aus der Stadt Die Wiederkehr des Welfengartens
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20:59 09.12.2013
Von Juliane Kaune
Klar gegliedert: Der Platz vor dem Welfenschloss soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen – dafür sollen Parkplätze weichen. Quelle: Küstner
Hannover

Für viele Studenten und Dozenten gilt er schlicht als die kürzeste Verbindung zwischen dem Uni-Hauptgebäude und der Mensa. Andere nehmen den Welfengarten zumindest als Campuspark wahr. Die Nordstädter wiederum definieren ihn gern als Stadtteilpark. Oft werden die Grünflächen rund ums Welfenschloss aber auch bloß als schneller Durchgang zum weitläufigen Georgengarten genutzt. Dass der Welfengarten zum Ensemble der Herrenhäuser Gärten gehört, wissen die wenigsten. Selbst auf den offiziellen Hinweistafeln fehlt er - nur Großer Garten, Berggarten und Georgengarten werden dort als eine Einheit vorgestellt. Das soll sich ändern: Studenten der Leibniz-Uni haben Vorschläge gemacht, wie der fast 300 Jahre alte Welfengarten wieder mehr in den Fokus rücken kann.

Unterstützung für die 17 Masterstudenten der Landschaftsarchitektur kommt von mehreren Seiten: Uni-Präsident Prof. Erich Barke will das Projekt ebenso vorantreiben wie der Verein „Freunde der Herrenhäuser Gärten“. Für den Vorsitzenden Sepp Heckmann ist der Park ein „Juwel, das wiedererweckt werden muss“. Dass der Zustand des Gartens zu wünschen übrig lässt, gibt Barke unumwunden zu. Er spricht gar von „Trampelpfaden“ und „Wegen, die keine mehr sind“. Die Uni ist aufgrund eines alten Vertrages für die Pflege zuständig, muss dies aber aus dem ohnehin klammen Landestopf für Hochschulbauten bezahlen. Die drei anderen zum Herrenhausen-Ensemble gehörenden Gärten sind im Besitz der Stadt und werden von ihr gepflegt.

An der Zukunftsplanung für den Welfengarten wird sich nach den Worten Heckmanns auch die Stadt beteiligen. „Im nächsten Jahr schreiben unser Verein, die Uni und die Stadt einen Architektenwettbewerb für die Neugestaltung aus“, sagt er. Die studentischen Präsentationen seien wichtige Anregungen für die Konzeption des Wettbewerbs, erklärt Prof. Christian Werthmann vom Uni-Institut für Landschaftsarchitektur.

Studenten der Leibniz-Uni haben Vorschläge gemacht, wie der fast 300 Jahre alte Welfengarten wieder mehr in den Fokus rücken kann.

Jennifer Schneider und Laika Alm hat der Welfengarten dreifach inspiriert. Die Studentinnen haben in ihren Entwürfen die auffälligsten Eingriffe in dem denkmalgeschützten Park gewagt. Gleichwohl bleibt der heute bekannte Charakter eines Landschaftsgartens weitgehend erhalten. Hinter dem Welfenschloss wollen die angehenden Landschaftsarchitektinnen eine verwunschen wirkende Szenerie mit Staudengewächsen, Farnen und Gräsern anlegen. In Anlehnung an die barocke Vergangenheit möchten sie zudem Gestaltungselemente dieser Zeit aufgreifen, zum Beispiel in einem begehbaren Plateau mit Wasserspiel. Vor dem Schloss soll es einen klar gegliederten Platz mit Bäumen geben, der die bestehenden Rasenflächen ergänzt - und dem Teile des Parkplatzes geopfert werden müssten.

Studentin Mira Bengsch will die Graft, die den Welfengarten früher umrahmte, wieder herstellen. Am Rande des Wasserlaufs soll ein langer Steg zum Spazieren einladen. Als Reminiszenz an die Geschichte des Gartens schwebt der 27-Jährigen ein barockes Tulpenbeet inmitten des Landschaftsgartens vor. Kommilitone Tobias Dobratz hat den historischen Baumbestand in den Blick genommen. Die ältesten Exemplare, darunter Eichen, Ahorn und Platanen, sind um die 120 Jahre alt. Um einen optischen Kontrast zu erzeugen, möchte der 29-Jährige verschiedene Rasenhügel formen. Auch die Aufenthaltsqualität des Parks soll sich damit verbessern: Die dreidimensionalen Ornamente laden zum Klettern und Verweilen ein.

Alle Entwürfe sind noch bis zum 19. Dezember im Lichthof der Leibniz-Uni, Welfengarten 1, zu sehen.

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