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Aus der Stadt Diese Outfits trägt man auf dem Maschseefest
Hannover Aus der Stadt Diese Outfits trägt man auf dem Maschseefest
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00:18 10.08.2017
Von Linda Tonn
Auch das Outfit zählt auf dem Maschseefest. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Das Nordufer des Maschseefests mit Flaniermeilen wie dem Jungfernstieg oder sogar der südfranzösischen Croisette zu vergleichen, ist gewagt. Sicher. Doch deutet man die verstohlenen Blicke, den betont lässigen Gang und die vielen gezückten Smartphones richtig, geht es auch hier ums Sehen und Gesehenwerden. Und eben nicht nur um den leckersten Cocktail, sondern auch um die Mode.

Ein modischer Blick auf das Maschseefest lohnt sich auf jeden Fall und zeigt: Die meisten Hannoveraner mögen es lässig und unaufgeregt auch auf ihrem sommerlichsten Volksfest im Jahr. Und deshalb begegnet man einem sonnigen Montagnachmittag einer Vielzahl maritim gestreifter Poloshirts, lockerer Tops, luftiger Röcke und dunkler Sonnenbrillen. Alles Zufall? „Ich habe mir schon überlegt, was ich heute anziehe“, sagt Yll, der in einer Bar am Nordufer vor einem Cocktail sitzt. Sein T-Shirt hat bunte Querstreifen. „Es ist Sommer, da mag man es schon farbiger und traut sich auch auffälligere Oberteile anzuziehen. Und der Matrosenlook passt doch super zum Fest.“ Tatsächlich greifen viele der Besucher - ob gewollt oder nicht - zu Kleidungsstücken, die an Strand, Sommer und Urlaub denken lassen. Vorausschauend haben die meisten auch eine leichte Jacke im Gepäck. Man kann ja nie wissen.

Sehen und gesehen werden: Auf dem Maschseefest geht es nicht nur um leckere Cocktails und Snacks - sondern auch um die passende Mode.

„Die Leute auf dem Fest sind mutiger und schicker, das kann man schon so sagen“, bemerkt Ina Stöver, die am Ufer die Flanierenden studiert. Unter der Woche könne man abends die Kleidung als „Bürochic“ bezeichnen - schließlich kämen viele direkt nach der Arbeit aufs Fest. Doch am Wochenende verwandle sich das Nordufer zum einem Laufsteg, auf dem lange Kleider mit auffälligen Mustern ausgeführt werden und die Männer auch mal zu feineren Hemden greifen, lautet ihre Analyse. Das Maschseefest, also doch ein Modefest? „Man wird schon dazu animiert, sich Gedanken über sein Outfit zu machen“, gibt Stöver zu. Sie selbst trägt ein pinkes Oberteil mit schmalen Spaghettiträgern, eine modische Kette und eine bunt gemusterte ebenso schrill farbige Sonnenbrille. Zufällig und lässig nennt die 37-Jährige ihre Kombination - irgendwie sei das Fest schon irgendwie eine Bühne: „Und was will man machen, wenn Sommer ist?“

„Man will auf dem Maschseefest schon anders aussehen, als wenn man einkaufen geht"

Sommer, das bedeutet für die modebewussten Festbesucher: helle Farben, Leinenstoffe, blumige Muster und auffälliger Schmuck. „Man will auf dem Maschseefest schon anders aussehen, als wenn man einkaufen geht“, sagt Sarah Bonecke, die mit ihren Freunden am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer entlang spaziert. Die schwarz-weiß gestreiften Badeschlappen sind ein Modeaccessoire. Schwester Tanja Bonecke pflichtet bei: „Klar macht man sich Gedanken.“ Deshalb hat sie auch für diesem Tag zu einem Shirt mit Blumenaufdruck gegriffen. Am Abend darf es dann auch auffälliger und schicker sein. Die männlichen Begleiter setzen dagegen auf modische Zurückhaltung: Die 7/8-Hose sei ein Zufall, die Streifen auf dem Hemd auf keinen Fall Absicht und sowieso: „Es ist doch egal, was man anhat.“ Wirklich? Maschseefest ist doch nur einmal im Jahr.

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