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Aus der Stadt Disko muss nach Diskriminierung zahlen
Hannover Aus der Stadt Disko muss nach Diskriminierung zahlen
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17:08 27.01.2014
"Du kommst hier nicht rein": Der Diskobetreiber des "Agostea" muss 1000 Euro Strafe zahlen, weil der Türke Mehmet R. an der Tür abgewiesen wurde. Quelle: dpa
Hannover

Das Urteil vom August 2013 sei nach Rücknahme der Berufung durch den Disko-Betreiber mangels Aussichten auf Erfolg nun rechtskräftig, teilte das Gericht am Montag mit.

Es verurteilte die Diskothek auch dazu, dem Kläger künftig Zutritt zu gewähren, sofern keine zwingenden Gründe dagegen sprechen. Anderenfalls droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Der Betreiber erklärte auf Nachfrage, dass er zur Einlass-Problematik nun mit den Gaststätten- und Diskothekenverbänden zusammenarbeite.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, sagte: "Die Richter haben damit ganz eindeutig klar gemacht, dass Türsteher Menschen nicht wegen ihres Migrationshintergrundes abweisen dürfen." Das sei ein ganz wichtiges Signal: "Für junge Menschen, die leider noch immer Tag für Tag Ausgrenzungserfahrungen an Diskotüren oder im Fitnessstudio erleben." Seit 2006 wurden bei der Antidiskriminierungsstelle 164 Fälle möglicher Diskriminierung beim Disko-Einlass bekannt.

Podiumsdiskussion zur Einlasspraxis in Diskotheken

Stammgastparty! Falsche Schuhe! Zu viel getrunken! Diese und andere Gründe hören Gäste oft, die an der Diskotür abgewiesen werden. Doch sind das wirklich die wahren Gründe? Das Urteil gegen das "Agostea", der versteckte Test von HAZ-Redakteur Jörn Kießler vor wenigen Wochen und weitere Berichte von Betroffenen, lassen den Verdacht aufkommen, dass insbesondere dunkelhäutige Migranten und junge Türken besonders häufig abgewiesen werden.

Die Türkische Gemeinde in Niedersachsen lädt in Kooperation mit der HAZ alle Interessierten zur Podiumsdiskussion „Du heute nicht! Einlasspraxis an Hannovers Diskotüren“ am Donnerstag, 30. Januar 2014, ab 19 Uhr in die Bürgerschule, Stadtteilzentrum Nordstadt, Klaus-Müller-Kilian-Weg 2, 30167 Hannover, ein.

Auf dem Podium diskutieren Lothar Schlieckau (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Kelich (SPD), Maximilian Oppelt (CDU), Benno Eisermann (DeHoGa), Prof. Dr. Cordula von Denkowski (HS-Hannover) und Dr. Günter Max Behrendt (Landeshauptstadt Hannover. Die Veranstaltung wird von HAZ-Redakteur Jan Sedelies moderiert.Der Eintritt ist frei.

r./dpa

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