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Aus der Stadt Doppelter Bison-Nachwuchs im Zoo Hannover
Hannover Aus der Stadt Doppelter Bison-Nachwuchs im Zoo Hannover
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19:53 29.04.2015
Goldbraunes Fell, tiefschwarze Augen und große feuchte Nasen: Zwei kleine Waldbisons erobern zurzeit die Herzen der Besucher des Zoos Hannover.
Goldbraunes Fell, tiefschwarze Augen und große feuchte Nasen: Zwei kleine Waldbisons erobern zurzeit die Herzen der Besucher des Zoos Hannover. Quelle: Holger Hollemann
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Erst kam Freitag, dann Donnerstag. Kalendarisch ist das falsch, beschreibt aber, in welcher Reihenfolge der Waldbisonnachwuchs im Zoo Hannover geboren wurde. Am Freitag, 17. April, und am Donnerstag, 23. April, erblickte je eines der bisher namenlosen Mädchen das Licht der Welt. Und so ist dann eben von der „wilden Donnerstag“ und der „neugierigen Freitag“ die Rede.

Mit der Namenswahl lässt sich der Zoo Zeit, denn der soll zum Charakter passen. Noch sind die Mädchen schüchtern und machen ihrem unschuldigen Aussehen alle Ehre – kurzes, goldbraunes Fell, tiefschwarze Augen, eine feuchte Nase und ein liebenswertes Lächeln auf den Mäulern.

Noch sind die zwei Mädchen schüchtern und machen ihrem unschuldigen Aussehen alle Ehre: Kurzes goldbraunes Fell, tiefschwarze Augen, eine große feuchte Nase - im Zoo Hannover gibt es seit Mitte April Bison-Nachwuchs.

Noch wird nicht herumgetollt. Bisher erkunden Freitag und Donnerstag im Schutz ihrer Mütter Catori und Yuka langsam das Außengehege und legen regelmäßig Trinkpausen ein. Die Muttermilch werden sie noch etwa acht Monate lang brauchen, um groß und stark zu werden. Bisonjungtiere wiegen bei ihrer Geburt im Frühsommer etwa 25 bis 30 Kilogramm. Ausgewachsen bringen die Weibchen bis zu 550 Kilogramm auf die Waage. Anstelle des goldbraunen Babyfells werden die beiden Mädchen dann wie ihre Mütter ein dickes, dunkelbraunes Fell tragen.

In freier Natur sind Waldbisons in den nordwestlichen Wäldern Kanadas heimisch. Im Herbst wächst ihnen ein noch dichteres Winterfell, mit dem sie auch extrem kalte Temperaturen von minus 30 Grad aushalten können. Eigentlich leben nur die weiblichen Tiere in Herden zusammen. Waldbisonbullen suchen dann nur zur Paarungszeit die Gesellschaft der Kühe. Der hannoversche Bisonbulle Tatanka hält es im Zoo Hannover anders. Er ist Mitglied der Herde und kümmert sich liebevoll um seinen Nachwuchs.

Von Sarah Franke

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