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Aus der Stadt Tatort Flughafen
Hannover Aus der Stadt Tatort Flughafen
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00:27 26.04.2015
Von Rüdiger Meise
Foto: Fototermin in der Abflughalle: Die „Tatort“-Kommissare Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz nehmen Mousse T. in die Mitte. Der Produzent komponiert die Musik für die Folge „Himmelfahrt“, die voraussichtlich im Frühjahr 2016 gesendet wird.
Fototermin in der Abflughalle: Die „Tatort“-Kommissare Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz nehmen Mousse T. in die Mitte. Der Produzent komponiert die Musik für die Folge „Himmelfahrt“, die voraussichtlich im Frühjahr 2016 gesendet wird. Quelle: Dröse
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Hannover

Ermittler der Bundespolizei vereiteln ein Attentat am Flughafen Hannover. Und Mousse T. schreibt die Musik dazu. So könnte man den „Tatort: Himmelfahrt“ zusammenfassen, für den zurzeit am Airport Langenhagen gedreht wird. Am Donnerstag präsentierte der NDR in der Abflughalle sein neues Ermittlerteam Wotan Wilke Möhring (als Kommissar Thorsten Falke) und Franziska Weisz (als Oberkommissarin Julia Grosz).

Minutenlang harren die drei Protagonisten lächelnd aus, während Dutzende Kameras der Fotografen klicken. Ohne, dass das Lächeln eingefroren wirkt. Auch das müssen Schauspieler können. Reisende mit Fotohandys gesellen sich dazu – ohne ihre Trolleys loszulassen.

In der „Tatort“-Folge muss sich das Ermittlerduo erst noch zusammenraufen. Ohne Konflikte geht das nicht, verrät Wotan Wilke Möhring. „Das neue ‚Tatort‘-Team muss in seinem ersten Fall erst noch entstehen.“ In der Realität haben die Schauspieler diese Phase offenbar längst überwunden. Die „Tatort“-Mannschaft überschüttet sich mit Komplimenten, und auch Mousse T., der für „Himmelfahrt“ seine erste „Tatort“-Musik komponieren wird, stimmt in das Loblied ein: Wotan Wilke Möhring, den er bereits aus zwei früheren Projekten kennt, sei „eine coole Socke“ und einer der derzeit größten deutschen Schauspieler. Möhring revanchiert sich: Mousse T. sei ein „grandioser Musiker und Komponist“.

Mit seiner „Tatort“-Komposition wartet Mousse T. allerdings, bis die ersten Rohschnitte des Films vorliegen. „Dann lasse ich mich von den Bildern inspirieren“, sagt er. Wenn alles perfekt läuft, findet er ein musikalisches Thema, das sich als roter Faden durch den kompletten Film zieht – und später ein Hit wird. „Mal schauen, was ich grooviges beisteuern kann“, sagt er.

Die ehemalige Politikstudentin Franziska Weisz erklärt den Journalisten, wie brisant das Grundthema des „Tatorts“ ist: „Terrorismus geht uns alle an.“ Jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, sagt sie. Wichtig sei, nicht in blinde Angst zu verfallen.

Möhring kennt sich in Hannover gut aus – seine Schwester wohnt hier, und er ist öfter zu Besuch, sagt er. Allerdings wird er nicht alle Dreharbeiten des neuen „Tatort“-Duos für Familienbesuche nutzen können. Kommissarin Julia Grosz arbeitet zwar im ersten Tatort des Teams am Flughafen Hannover, „aber es könnte sein, dass Kommissar Falke seine neue Partnerin künftig zu Ermittlungen in ganz Norddeutschland mitnimmt“, lässt Möhring durchblicken. Einen zweiten Hannover-„Tatort“ neben der Reihe mit Maria Furtwängler als LKA-Ermittlerin Charlotte Lindholm wird es also nicht geben. Der Idee einer gemeinsamen „Tatort“-Folge mit Furtwängler alias Lindholm scheint Möhring aber nicht abgeneigt:  „Wenn es einen Fall gibt, der so etwas möglich macht – warum nicht?“

Im Hintergrund sitzt Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer und lächelt. Mit 180 000 Euro fördert die Nordmedia „Himmelfahrt“. Und bei einem gemeinsamen Möhring-Weisz-Furtwängler-Projekt würde er bestimmt erneut das Portemonnaie öffnen.

Mathias Klein 23.04.2015
26.04.2015
Michael Zgoll 23.04.2015