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Aus der Stadt Dreimal qualmt es im Flugzeug
Hannover Aus der Stadt Dreimal qualmt es im Flugzeug
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14:28 01.12.2012
Von Mathias Klein
In der Maschine der deutschen Fluggesellschaft XL-Airways hatte sich starker Rauch im Passagierraum und im Cockpit ausgebreitet.
In der Maschine der deutschen Fluggesellschaft XL-Airways hatte sich starker Rauch im Passagierraum und im Cockpit ausgebreitet. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Die Experten der BFU hatten einen Vorfall vom 3. September untersucht, bei dem sich während des Aufsetzens einer Boeing 737 auf dem Köln-Bonner Flughafen starker Rauch im Passagierraum und im Cockpit ausgebreitet hatte. Die Maschine der deutschen Fluggesellschaft XL-Airways war in Hannover mit 196 Passagieren an Bord gestartet und sollte nach der Zwischenlandung in Köln-Bonn ins türkische Gaziantep weiterfliegen.

Während der Landung des Flugzeugs, das im Auftrag von Öger-Tours unterwegs war, hatte es im Passagierraum mächtig gequalmt. Die Passagiere gerieten in Panik, elf von ihnen kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. In dem Zwischenbericht stellten die BFU-Experten jetzt fest, dass die Maschine in der Nacht vor dem Flug in Hannover gewartet worden war. Gegen 4.30 Uhr sollte die Maschine zu dem Flug nach Gaziantep abheben. Gleich nach dem Start der Triebwerke gab es aber Probleme durch starke Rauchentwicklung im Passagierraum. Laut Untersuchungsbericht war offenbar auch das Cockpit verqualmt - so sehr, dass die Seitenfenster geöffnet werden mussten. Nach Einschätzung des Ko-Piloten sei das nötig gewesen, um eine einwandfreie Sicht zu haben. Den Start sagte der Kapitän dann zunächst ab und führte einen Probelauf der Triebwerke durch, dieser verlief normal. Um 5.12 Uhr startete die Maschine dann in Hannover-Langenhagen. Direkt nach dem Abheben mit 186 Passagieren an Bord meldete eine Flugbegleiterin aus dem Passagierraum ins Cockpit erneut starke Gerüche, die sie als „beißend und ätzend nach Lack und Öl riechend“ beschrieb. Auch im Cockpit gab es Rauch, die Piloten entschlossen sich zur Rückkehr. Vor dem erneuten Start nach Köln wurde das Flugzeug von Technikern überprüft, anscheinend war alles in Ordnung. Über diesen früheren Vorfall hatte die Fluggesellschaft bislang nicht berichtet. „Zum damaligen Zeitpunkt war nicht erkennbar, dass es zwischen dem Vorfall in Hannover und in Köln einen Zusammenhang gibt“, sagte der Sprecher von XL-Airways, Herbert Euler.

Im Winterflugplan ist die Fluggesellschaft in Hannover nicht gemeldet, sagte ein Sprecher des Flughafens Hannover-Langenhagen. Die Gesellschaft fliege im Auftrag anderer Fluggesellschaften und Reiseveranstalter.

Veronika Thomas 01.12.2012
Juliane Kaune 01.12.2012